Archiv für den Monat: April 2015

Analyse IBM – Der Tech-Saurier

Nachdem ich bereits die allgemeine Bewertung der großen, reiferen Technologieunternehmen thematisiert habe, und auch mehr oder weniger Analysen dazu versprochen und mich bereits allgemein mit der Cloud beschäftigt habe hier nun die erste: International Business Machines Corporation, kurz IBM.

Mit freundlicher Genehmigung der International Business Machines Corporation. Nicht autorisierte Verwendung untersagt.
„Mit freundlicher Genehmigung der International Business Machines Corporation. Nicht autorisierte Verwendung untersagt.“

Was zieht mich hier auf den ersten Blick an?

  • lange Tradition spricht für ein krisenfestes, profitables Geschäftsmodell
  • Die Marge ist sehr hoch, es wurde trotz Umsatzrückgangs die letzten Jahre immer ein operatives Ergebnis von um die 20 Mrd $ erzielt
  • Im Vergleich sehr niedriges Kurs-Gewinn-Verhältnis, Im Schnitt der letzten Jahre wurden Netto etwa 15 Mrd $ verdient, der Börsenwert beträgt dabei gut 160 Mrd. $
  • Die sehenswerte Dividendenhistorie (pdf) (wobei die Werte hier nicht um Aktiensplits bereinigt wurden)

Wie der etwas reißerische Titel Tech-Saurier andeutet, ist IBM in der Tat ein Relikt aus der grauen Vorzeit der Informationstechnologie, zugleich mit über 400.000 Mitarbeiter eine der gigantischsten Firmen weltweit. Genaugenommen befasste man sich hier schon vor der Erfindung des Computers mit Informationstechnologie – eine Vorgängerfirma, die 1896 gegründete Tabulating Machine Company stellte Maschinen zur Verarbeitung Analyse IBM – Der Tech-Saurier weiterlesen

Börsengang Sixt Leasing

Der Artikel von IBM ist noch in Arbeit, aber nachdem gestern Abend meine Beteiligung Sixt den Börsengang der Tochtergesellschaft Sixt Leasing mit einem Wertpapierprospekt (hier zu finden) konkretisiert hat muss ich mich natürlich darum kümmern 🙂

Die wichtigsten Fragen für mich: Wie sinnvoll ist das ganze, wer profitiert (am meisten) und was ist die bessere Aktie nach dem Börsengang: Sixt oder Sixt Leasing?

Die Fakten zum Börsengang (27.04.2015)

  • Kapital wird auf 20.611.593 Aktien aufgeteilt, davon 5.586.593 neue Aktien aus einer Kapitalerhöhung
  • Preis je Aktie soll zwischen 17,90 € und 21,30 € liegen, das entspricht einer Bewertung von 369 bis 439 Mio €
  • Das Eigenkapital von Sixt Leasing wird bei ca. 150 Mio € liegen, die Bilanzsumme beträgt mehr als eine Milliarde €
  • Der Anteil der Sixt SE wird im Anschluss an den Börsengang auf 40% – 47,8% sinken, je nachdem ob die Mehrzuteilung durchgeführt wird
  • Die Größe des Börsengangs wird zwischen 192 und 263 Millionen € liegen
  • Der Überschuss für 2014 lag bei 19 Mio €
  • Es wird eine Ausschüttungsquote von 30 – 40 % angestrebt

Börsengang Sixt Leasing weiterlesen

Was genau ist eigentlich die Cloud?

Richtig, dieser Artikel heute behandelt einfach das technisch-ökonomische Thema Cloud-Computing und die Auswirkungen auf IT-Geschäfte. Wenn du Aktientipps suchst – schau dir einfach ein paar andere Artikel auf dieser Seite oder in der Blogroll an. 😉

Mir geht es darum, prinzipiell zu verstehen was denn eigentlich genau diese Cloud ist, von der man ständig hört und liest – und wie es die Geschäftsmodelle der IT-Firmen verändern könnte. Der Grund: Ich habe vor ein paar Wochen bereits über die offensichtlich relativ niedrige Bewertung einiger sehr profitabler Technologiekonzerne geschrieben. Zum Teil sind die niedrigen Bewertungen offenbar einer Verunsicherung über die Geschäftstransformation im Zeichen der „Cloud“ geschuldet. Mein Artikel über IBM ist noch nicht fertig und wird ohnehin sehr lang (falls ich ihn nicht aufspalte), daher bekommt die Cloud einfach einen eigenen Artikel (ein Artikel-Spinoff um Börsenjargon zu nutzen^^). Also : Was ist die eigentliche Innovation oder technische Neuerung bei der Cloud? Was genau ist eigentlich die Cloud? weiterlesen

Warum Brancheninterne Vergleiche unerlässlich sind (Link) und neues zum Blog

Liebe Leser und Aktieninteressierte – es gibt mal wieder etwas ganz neues hier! Zur Vorbereitung auf das einjährige Jubiläum (Blog eingerichtet glaub ich am 19.04.2014) habe ich mich mal wieder rangesetzt und geschrieben und optimiert, z.B. wird nun die Seite gecached um schnelleren Seitenaufbau zu gewährleisten.
Um eine breite Leserschaft zu erreichen und mich ein bisschen mehr in der Finanzblogszene zu vernetzen habe ich meinen heutigen Beitrag als Gastartikel beim Dividendensammler veröffentlicht.

Das Thema habe ich nebenbei schon einmal angesprochen, z.B. bei der Sixt-Analyse oder (wenn dort auch ohne Material zu haben) bei Steico: Ich halte es für ausgesprochen wichtig, die Leistung einer Firma mit den direkten Konkurrenten der gleichen Branche zu vergleichen. In der Regel wird sich langfristig der stärkste Konkurrent durchsetzen und für die Aktionäre die meisten Werte schaffen.
Den Artikel zu den brancheninternen Vergleichen verlinke ich hier einfach, viel Spaß beim Lesen!

Weiterhin gibt es über Feedburner nun die Möglichkeit, neue Artikel nicht nur über RSS, sondern auch per Mail zu erhalten, und der Blog hat nun einen eigenen Twitter-Account. Dieser wird ebenfalls alle Beiträge verlinken und darüber hinaus immer mal meine Gedankenfetzen hinauszwitschern. Es gibt also keine Gründe mehr, das neueste zu verpasen, nutzt die Möglichkeiten!

Dazu habe ich den Blogroll um lange inaktive Blogs bereinigt sowie einige neue interessante Finanzblogs gefunden, z.B. Finanzrocker, Lieber Reich als arm oder den Aktiennotizblog. Alle Blogger (vor allem zum Thema Aktienbewertung und Value) ermutige ich mir ruhig auch ihre Seiten zu schicken, was ich gut genug finde nehme ich auch gern in die Liste auf.

Der unterschätzte Zinseszins einbehaltener Gewinne

Warum teure Aktien manchmal günstig sein können

Ich habe mich früher oft gefragt, warum es Sinn machen soll, Unternehmen mit einer (auf Gewinn oder Buchwert oder ähnliches bezogen) doppelt oder dreifach so hohen Bewertung einem erstmal günstiger aussehenden Unternehmen vorzuziehen. Und vor allem, warum dies bei einigen Unternehmen (die mitunter gar keine soo großen Wachstumsraten aufweisen) so gut funktioniert. Der allseits bekannte Star-Investor Warren Buffet schwört ja darauf, dass ein hervorragendes Unternehmen zu einem fairen Preis weit besser sei, als ein gutes Unternehmen zu einem Schnäppchenpreis. Warum funktioniert das? Warum ist es nicht egal, welches Unternehmen ich kaufe, wenn beide Kandidaten gleich Verschuldung, KBV und KGV aufweisen?

Inspiriert von einer kleinen Diskussion die ich in den Kommentaren eines schönen Artikels zu Dividenden bei Gier ist Gut hatte, sowie eines Gesprächs mit einem Kommilitonen, will ich hier versuchen die mir momentan beste bekannte Begründung zu geben: Der unterschätzte Zinseszins einbehaltener Gewinne weiterlesen