Archiv für den Monat: August 2017

Rückschau auf meine Rendite – was kann ich daraus lernen?

UPDATE: Bezogen auf den Aufruf der Blogparade habe ich einen Fehler gemacht. Da sich eigentlich zeitgewichtete Rendite besser für  einen Vergleich eignet hatte ich einfach diese für mich berechnet. Allerdings ging es Stefan eigentlich um die geldgewichtete Rendite. Dazu ist diese Rendite (wenn ich es jetzt richtig verstanden habe) annualisiert, das heißt als mittlere Jahresrendite angegeben. Aus meinen schönen 120% wird somit eine annualisierte Rendite von rund 48 %. Und die geldgewichtete Rendite ist etwas geringer (da der stärkste Anstieg am Anfang des Betrachtungszeitraumes lag) und beträgt rund 43% (Auf zwei Jahre hochgerechnet sind das 104%, also immerhin mehr als eine Verdoppelung). Wenn man also meine Zahlen mit den anderen Bloggern nach dieser Methode vergleichen will, ist mein interner Zinsfuß also 43% (genaugenommen 42,8%)

Mit diesem Beitrag beteilige ich mich jetzt auch an Stefans Blogparade „Wir machen uns nackig“ für Transparenz und Vergleich verschiedener Finanzblogger. Wie Stefan selbst sehr richtig sagt ist sein vorgeschlagener Zeitraum von August 2015 bis August 2017 natürlich viel zu kurz um eine vernünftige Aussage über die Qualität der Anlageentscheidungen einzelner Teilnehmer zu treffen. Ich bin nach wie vor überzeugt, dass ein gutes Depot sich vor allem in Krisen und fallenden Märkten behaupten muss, weniger in Zeiten wo es allgemein sehr gut läuft. Aber trotz des kurzen Zeitraumes ist es immer mal interessant, sich mit seinen Entscheidungen der Vergangenheit zu befassen und eventuell daraus zu lernen. Mit einem sehr langfristigen Vergleich geht das besser, aber mit zwei Jahren kann man schon anfangen. Rückschau auf meine Rendite – was kann ich daraus lernen? weiterlesen

Die Attraktivität der Abomodelle – was Netflix wirklich wert ist

Interessanterweise hat der Autor des großartigen Blogs valueandopportunity vor kurzem einen höchst interessanten Link geteilt, in dem es um die Bewertung von Abo-Modellen geht [LINK ]. Dies hat mich inspiriert, ganz anders über bestimmte Geschäfte nachzudenken, zum Beispiel über Netflix (kurze Analyse am Ende des Beitrags!). Der Autor stellt dar, dass man Abomodelle wie Netflix, Kabelfernsehen, Internet, Amazon (Prime) etc völlig anders bewerten müsse als die offizielle Bilanzierung es hergibt, nämlich eher wie Immobilien auf einer Cashflow-Basis. Dazu braucht man neben einem Zinssatz für die Abzinsung der zukünftigen Zahlungen:

  • Akquisekosten – wie viel muss für einen Kunden an Marketing, Vertrieb, Hardware usw im Schnitt ausgegeben werden um ihn überhaupt zum Kunden zu machen?
  • Retention – wie viele Kunden springen pro Jahr/Monat/Quartal wieder ab? Oder anders betrachtet wie lange bleibt ein Kunde durchschnittlich beim Unternehmen?
  • Bruttomarge – prozentualer Gewinn vor allen Kosten die nicht mit Anzahl der Kunden wachsen
  • Umsatz – Wie viel gibt der Kunde im Durchschnitt aus? Im englischen oft als ARPU bezeichnet.
  • =>Live Time Value: Bruttogewinn über die erwartete Lebenszeit des Kunden

Man versucht also einen gewonnenen Kunden (der natürlich erstmal als Ergebnisbelastung auffällt da er Akquisekosten verursacht hat) stattdessen nach dem von ihm zu erwartenden Cashflow zu beurteilen. Wenn die Parameter Die Attraktivität der Abomodelle – was Netflix wirklich wert ist weiterlesen