Balda Aktie – kann es überhaupt noch tiefer gehen?

Manchmal kann Börse (in der Theorie) so einfach sein. Es werden Unternehmen gehandelt, die ihre Bilanzen allesamt offenlegen müssen. Als Investor liest man diese und findet auf einmal folgendes: Ein Unternehmen, dass geringfügig profitabel ist, vom Geschäftsmodell her auch nicht zum zwangsläufigen Tod verdammt uuuuuuuuuuuuund erheblich weniger kostet, als es Umlaufvermögen hat. Das sogar weniger kostet als es Netto an Bargeld auf dem Konto hat!!!
Und das ist keine Wahnidee aus meinen Wunschträumen, sondern ich habe da ein ganz konkretes Unternehmen im Auge…

Zu dieser Art von Aktien, oft Net-Net oder Cigarbutt (Zigarrenstummel) genannt, habe ich in Vorbereitung dieser Analyse schon einen Artikel geschrieben, und womöglich kommen noch weitere dazu. Diesen Beitrag zu Bilanzschnäppchen solltest du dir auf jeden Fall durchlesen, falls du noch kein Verständnis darüber hast, warum es sinnvoll sein könnte in eine Firma mit starken Problemen, geringer Rentabilität, 80% Umsatzverlusten und laufenden Gerichtsverfahren (wie es  hier der Fall ist) zu investieren.

Einen etwas verwandten Fall hatte ich ja schon einmal mit MeVis, die nach dem Absprung des fast den gesamten Umsatz ausmachenden Hauptkunden ebenfalls auf ein sehr niedriges Niveau gefallen waren. Bei MeVis war absehbar, dass die Cashbestände bis zum Auslaufen des Vertrags fast den Börsenwert decken sollten. Ich habe mich damals dennoch dagegen entschieden zu investieren, da mir die langfristige Zukunft zu unsicher war und die 15€ mir damals noch etwas zu viel. Letztendlich gab es dann ein Übernahmeangebot zu 17,50€ (das von knapp drei Vierteln der Aktionäre angenommen wurde) und der Aktienkurs ist auf inzwischen über 22 Euro gestiegen.
Es lassen sich also auch mit operativ schwierigen Unternehmen hohe Gewinne machen wenn man günstig kauft – eine genaue Analyse ist trotzdem unumgänglich.

Schauen wir uns als dieses Schnäppchenangebot genauer an!

Schnäppchen des Tages: Balda

Wer sich ab und zu mit deutschen Nebenwerten beschäftigt ist wahrscheinlich auch schon einmal über diese Aktie gestolpert und hätte sich auch ohne den Titel des Beitrags denken können um welches Unternehmen es sich hier dreht: die Balda AG.

Die Aktie von Balda ist in gewisser Weise ein Phänomen: während der gesamte (OK, vielleicht 80%…) deutsche Aktienmarkt bis vor kurzem von Rekord zu Rekord eilte, sackte Balda immer weiter ab – der Börsenwert ist inzwischen weit unter den Netto-Bargeldbestand des Unternehmens gefallen. Wenn Balda eine völlig unbekannte Firma wäre, von der an der Börse noch niemand etwas gehört hätte – ok. Wenn das Unternehmen gerade erst in einen Abwärtsstrudel gekommen wäre und bei den Altaktionären Panik herrschte – wäre zumindest eine Erklärung. Aber Balda ist schon länger günstig zu haben, ich selbst habe in einem Kommentar auf der Unterseite „meine Aktien“ schon am 12. Juli letzten Jahres geantwortet, dass ich Balda aufgrund des hohen Cashberges sehr interessant finde.

Damals stand die Aktie übrigens bei knapp 3 € , letzte Woche wurde sie für nur noch 2,30€ – 2,40€ gehandelt. Insofern stellt sich die Frage: Ist das nun eines dieser berühmten Schnäppchen, mit denen Graham und auch der junge Buffet enorm Geld verdient haben? Oder ist die Bewertung gut begründet, und man sollte um das problembeladene Geschäft einen Bogen machen?

Um die Situation zu verstehen, schau dir diese grafische Darstellung der Bilanzentwicklung von Balda an, und achte auf die blaue Linie der Umsätze. Von 400 Millionen auf 60 – das erklärt schon einiges:

Entwicklung wichtiger Kennziffern von Balda
Entwicklung wichtiger Kennziffern von Balda
Geschichte von Balda

Um zu verstehen was die Firma ausmacht, ein kurzer Abriss zur Herkunft und wie die aktuelle Situation entstanden ist:

alte Balda-Kamera

Balda wurde 1908 in Dresden als Hersteller von Kamerateilen als „Fabrik photographischer Artikel Max Baldeweg“ gegründet, ab 1913 dann auch der Markenname Balda geschützt. Ab 1925 wurden dann nicht nur Teile, sondern auch einfach gehaltene Amateurkameras gebaut. Der Gründer Max Baldeweg musste sein Dresdner Werk allerdings wegen Anschuldigungen gegen ihn  verlassen und gründete es neu in Ostwestfalen. Im Laufe der Zeit änderte sich das Produktportfolio, es wurden andere Kunststoffteile gefertigt, etwa für Automobil-, Medizin- und Mobilfunkgeräte. Das Kamerageschäft wurde wegen der asiatischen Konkurrenz aufgegeben. An die Börse ging Balda 1999 im Zuge der Euphorie am Neuen Markt. Die Aktivitäten vor allem im Handybereich wurden ausgebaut, 2005 lagen die Umsätze dann bei fast 400 Mio €.

2006 verschaffte man sich den Eintritt in das Tochscreen-Geschäft über ein Joint Venture, die TPK Holding. Im Gegensatz zum sonstigen Geschäft entwickelte die sich gut, und aus dem Verkauf der Anteile an TPK stammt auch der hohe Geldbetrag, der auch nach enormen Sonderdividenden (über die ein Großteil schon ausgeschüttet wurde) noch im Konzern vorhanden ist.

Ab 2006 wurde allerdings auch die Situation im restlichen Geschäft immer schlechter. Insbesondere verkauften sich Handyschalen in Europa nicht mehr so gut (die Produktion wanderte ja in der Zeit komplett nach Asien)  und man musste den Bereich mit Verlust abstoßen. Schon das war schwierig – nachdem der erste Käufer Verlustausgleich von 25 Mio€ gefordert hatte, suchte man sich einen anderen Käufer für das Geschäft. Durch den schrittweisen Verkauf der Anteile an TPK konnte auf der anderen Seite vor allem 2012 viel Geld beschafft werden – es wurden Dividenden von 1,30 € , 2,00 € und 1,50 € gezahlt, also in drei Schritten 4,80 € je Aktie ausgeschüttet, und der Beschluss gefasst über Zukäufe wieder wachsen zu wollen. Der Umsatz schrumpft seitdem allerdings, 2013 lag er nur noch bei 60 Mio €. Ebenfalls 2012 wurde C.Brewer in den USA gekauft – inzwischen stellte sich heraus, dass dieser Deal wohl wenig vorteilhaft war. Es entstand eine Klage der Alteigentümer, die wiederum von Balda verklagt wurden, inzwischen musste man den Absprung des Hauptkunden vermelden und wird entsprechend noch zum aktuellen Jahresabschluss außerordentliche Abschreibungen verkraften müssen.

Chronologie

Um die Ereignisse gut wiederzugeben, fasse ich die jüngste Entwicklung ab 2010 als Chronologie zusammen. Im wesentlichen fasst das Ad-Hoc-Meldungen zusammen, ohne einen Anspruch auf Vollständigkeit zu haben. Die im Vorfeld und in der Finanzkrise aufgetretenen großen Probleme sollte man ebenfalls im Kopf haben, denn auch sie haben zu der schon 2010 schwierigen Lage beigetragen.

  • 19.01.2010: Meldung, dass ein Börsengang von TPK (zu dem Zeitpunkt knapp 20% bei Balda) in Taiwan im zweiten HJ erwogen wird
  • 18.03.2010: Die Ergebnisse des Geschäftsjahrs 2010 sind vergleichsweise gut ausgefallen – Umsatz von 198 auf 139 Mio€ gefallen, aber ein EBIT von 2,5 Mio erzielt und einen Überschuss von 46 Mio oder 0,91 € je Aktie. Prognose: 10 bis 15 % Umsatzwachstum angestrebt und dabei ein positives Ergebnis
  • 19.05.2010: Balda verkauft den Anteil an einem indischen Gemeinschaftsunternehmen wegen Misserfolg – offenbar hat das Werk nicht die erhofften Aufträge der Handyhersteller bekommen
  • 21.06.2010: Die chinesische Fertigung von Handyteilen soll in Peking konzentriert werden – das heißt einfach das andere Werk in Suzhou wird geschlossen
  • 28.06.2010: Michael Naschke wird neuer AR-Vorsitzender
  • 29.10.2010: Erfolgreicher Börsengang TPK zu etwa 12€ je Aktie – bei einem Zechnungspreis von 5€. Balda hält noch 16,1%
  • 17.03.2011: Die Ergebnisse 2010 von Balda sind durchwachsen. Der Umsatz ist auf 141 Mio € gestiegen, was weniger als die angepeilten 10-15% sind, das Ergebnis vor Sondereinflüssen ist bei -9 Mio €. Durch die Deklarierung der TPK-Anteile als Finanzanlage gibt es trotzdem noch einen Gewinn von 94 Mio/1,61 pro Aktie, das Eigenkapital steigt auf 750 Mio €. Sonderdividende angekündigt.
  • Prognose 2011: Umsatz stabil, leicht positives EBIT – in den Folgejahren mind. 5% Wachstum
  • 31.10.2011: Das chinesische Handyzuliefer-Geschäft, seit dem Sommer als zu veräußernder Geschäftsbereich bilanziert, wird nach Verlusten verkauft
  • Dezember 2011: Balda muss nach Forderung des Großaktionärs Octavian eine Extra-Hauptversammlung einberufen, Thema: Aufsichsrat austauschen, Vorwurf: Abhängigkeit der AR-Mitglieder von TPK für zu Handlungen, die nicht im Sinne von Balda sind. Wenige Tage später muss Balda auch noch die Prognose für das aktuelle Geschäftsjahr kappen und erwartet ein negatives EBIT.
    Schon im Vorfeld gibt es eine gerichtliche Auseinandersetzung (Naschke sollte nicht die Versammlung führen), bei der Octavian unterliegt. Auf der Sitzung macht Naschke als AR-Vorsitzender keine gute Figur, bleibt aber im Amt
  • 29.12.2011: Der Chef geht – wegen „unterschiedlichen strategischen Vorstellungen“ (Streit um das Geschäft) gibt Rainer Mohr auf, es folgen Dominik Müser und James Lim.
  • 29.03.2012: Nach Verkauf von 20 Mio Aktien für 238 Mio € und einem entsprechend hohen Gewinn wird eine Dividende von 1,30/Aktie bzw. 76 Mio € vorgeschlagen. Es liegen noch 7,6% der TPK-Aktien bei Balda.
    Das EBIT lag übrigens bei -6 Mio € , der Verlust (durch Abschreibung des aufgegebenen MobileCom-Bereichs) bei -39 Mio /-0,67 € je Aktie
  • 01.07.2012: Für 150 Mio € werden weitere 16 Mio TPK-Aktien verkauft, nach Einnahme einer Aktiendividende wird Anteil bei 2% liegen
  • 07.11.2012: Für das Rumpfgeschäftsjahr ist durch den Verkauf der Anteile ein hoher Sondergewinn angefallen. Es wird eine Dividende von 2€ je Aktie /118 Mio € ausgeschüttet. Operativ werden bei stark gefallenen Umsätzen wieder schwarze Zahlen geschrieben. Für Balda Medical (das man jetzt als Hauptgeschäftsfeld sieht) ist man in Übernahmeverhandlungen, die den Medical-Umsatz innerhalb von 3 Jahren auf über 100 Mio € bringen sollen, Konzernumsatz soll dann über 150-200 Mio liegen.
  • 21.12.2012: Balda übernimmt die kalifornische Firma C.Brewer für 33 Mio € inklusive 3,8 Mio Earn-Out Klausel [die zum aktuellen Gerichtsstreit führt…]. Der Umsatz von C.Brewer liegt bei 37 Mio € , davon 50% Brillenteile und ein Drittel Medical.
  • 29.12.2012: Als zweiter Zukauf wird HK Plastics Engineering vermeldet. Balda bezahlt „hohen einstelligen Betrag“. HK Plastics macht zu der Zeit 15 Mio$ bzw 11,5 Mio€ Umsatz, 80% davon Medical, und ein positives EBITDA (also wohl eigentliche Verluste?)
  • 01.02.2013: Balda verkauft den restlichen Anteil an TPK für insgesamt 87 Mio €
  • im 1. HJ 12/13 wieder ein positives EBITDA geschafft, Umsatz im HJ aber nur noch bei 28 Mio €
  • 26.02.2013 Schon wieder ein Wechsel im Aufsichsrat, nur Naschke bleibt die Konstante. Zumindest scheint diesmal die Kompetenz der Kandidaten geklärt…
  • 14.03.2013 Eine dritte Sonderdividende soll 88 Mio€ bzw 1,50 je Aktie betragen
  • April: der neue Großaktionär Elector, hinter dem der frühere Q-Cells Aufsichtsratchef van Aubel steht und der 29,9% der Stimmen hält, beginnt offiziell den Machtkampf mit dem Versuch eine außerordentliche Hauptversammlung einzuberufen und den Aufsichtsrat mit eigenen Leuten zu besetzen.
    Dieser Machtkampf wäre an sich schon einen eigenen Artikel wert. Die Wirtschaftswoche und andere haben darüber viel geschrieben, hier nur kurz: Schlussendlich hat Elector geschafft, den Aufsichtsrat neu zu besetzen, aber dafür eine für ungültig erklärte, und noch eine weitere außerordentliche HV, ein halbes Jahr Zeit und dazu Gerichtsverfahren gebraucht. Balda selbst wehrte sich sehr heftig gegen van Aubel, letztendlich aber umsonst.
  • 26.04.2013: Auch der Standort Malaysia wird nach Verlusten an den dort leitenden Manager James Lim verkauft
  • 04.09.2013: Wie erwähnt findet der Machtkampf hier ein vorläufiges Ende. Naschke tritt zu Beginn der HV zurück, Thomas van Aubel wird bei 60%  anwesenden Kapitals (also er selbst hatte schon fast die Hälfte der Stimmen) zum Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt.
  • 14.10.2013: Nachdem der Aufsichtsrat ausgetauscht wurde, wird das gleiche beim Vorstand gemacht – Oliver Oechsle kommt neu und löst Dominik Müser ab. Zudem wird eine Prüfung der US-Zukäufe und weiterer Geschäftsvorgänge eingeleitet, was die Frage aufwirft was bei Balda noch alles schiefgegangen ist. Einzelabschlüsse der US-Gesellschaften sind verzögert, weshalb auch der Konzernabschluss verspätet veröffentlicht wird. Sowohl beim Abgang von Müser als auch bei den US-Gesellschaften kommt es im Nachgang zu gegenseitigen Klagen gegeneinander (die noch laufen)
  • 07.11.2013: Nach Impairment-Test stellt man fest, dass für die US-Firmen zu viel bezahlt wurde und muss 15 Mio abschreiben. Gleichzeitig wird die Rückstellung für die C.Brewer – Earnout-Klausel aufgelöst. Prognose wird gesenkt, Geschäftsbericht weiter nach hinten verschoben.
  • 12.12.2013: Zahlen des Geschäftsjahrs – knapp 60 Mio Umsatz, EBITDA von 4,1 Mio€
  • 07.01.2014: Die Geschäftsführung von Balda C.Brewer wird ausgetauscht. Schleches Zeichen, es wird immer deutlicher dass der C.Brewer Kauf ein Fehler war
  • 13.02.2014: Im ersten Halbjahr 35 Mio € Umsatz, EBITDA von 1,1 Mio, Prognose 70 bis 80 Mio € Umsatz und positives Ergebnis
  • 28.08.2014: Der Umsatz ist mit 70,5 Mio € gerade so am unteren Ende der Prognose, das EBITDA mit 4 Mio leicht positiv
  • 11.02.2015: Umsatz auf 40 Mio € im Halbjahr gestiegen, EBITDA bei 2,7 Mio, auch EBIT mit 0,7 Mio wieder positiv, Prognose liegt bei rund 75 Mio € im Gesamtjahr
  • 12.06.2015: Die (bislang) letzte Schreckensmeldung: der wichtigste Großkunde von Balda C.Brewer springt ab und beginnt bald seine Teile selbst zu fertigen. Dadurch dürfte es noch einmal zu einer Sonderabschreibung kommen und eventuell muss die Fabrik an sich restrukturiert werden, für Balda fallen mal wieder 10% des Umsatzes weg. Die Aktie fällt bis auf 2,30 €
  • ….   Fortsetzung folgt…

Warum diese lange Chronik der Ereignisse? Nun, als Investor muss ich verstehen, wo die Risiken liegen. Ich darf nicht aufgrund des letzten Quartalsberiches entscheiden, sondern muss in meine Kalkulation die ganzen Verstrickungen und Probleme, die der Konzern in der Vergangenheit gezeigt hat, einbeziehen. Die haben hier vor allem zwei Dimensionen:
Die personelle Dimension, bei der nicht klar ist was die Interessen des beherrschenden Aktionärs sind und wie er seine Macht nutzen will. Außerdem die in der Vergangenheit ständig wechselnde Führung, was operativ sicherlich nicht gerade hilfreich ist.
Zweitens die geschäftliche Dimension, wo die Umsätze auf ein klägliches Niveau zusammengeschrumpft sind, die Zukäufe sich als Enttäuschung entpuppt haben und die Prognosen immer wieder verfehlt wurden. Zudem verliert man immer noch ein wenig Geld. Die Produktionsanlagen und Verwaltung sind nach dem Umsatzrückgang womöglich immer noch überdimensioniert groß.

Zumindest ist der Kurs angesichts dieser Tatsachen verständlicher – wer will es einem Altaktionär verübeln, wenn er sich von einer Firma trennt die ständig Probleme in der Führung hat, kaum operativ Geld verdient trotz guter Wirtschaftslage und wenig Hoffnung auf die Zukunft macht?

Zahlen/Bilanz

Aus naheliegenden Gründen halte ich bei Balda die Zahlen der Vergangenheit für relativ uninteressant, abgesehen von den Werten des Bereiches Medical – aber selbst die sind durch die Zukäufe schwer zu vergleichen. Die Zahlen der Vergangenheit dienen daher mehr der Informationsbefriedigung. Die wichtigeren Zahlen sind die Werte der Bilanz, da ich das ganze als einen möglichen Kauf auf Basis des vorhandenen Vermögens, nicht des vorhandenen Geschäftes ansehe. Das Geschäft ist nur insofern wichtig, wie es Kapital bindet, und möglicherweise das Risiko von Kapitalverlusten beinhaltet.

Denn wir werden sehen, dass Balda ein Bilanzschnäppchen wie aus dem Lehrbuch ist…

Zunächst die nackten, hässlichen Zahlen:

------Jahr------

6/2014

6/2013

6/2012

12/2011

12/2010

12/2009

12/2008

12/2007

12/2006

12/2005

12/2004

12/2003

12/2002

12/2001

12/2000

Umsatz

70,5

59,9

24,7

66,3

141,4

139

283,9

309,2

327,6

397,2

377,7

272,9

198,4

158,6

160,3

Finanzergebnis

10

29,1

269

5,2

130,7

42,8

-12,3

-13

-6,1

-4,2

-4,2

-6,1

-5,1

-4,7

-2

Op Ergebnis

-4,7

-10,4

-14,7

-6

-37,4

2,5

-32,2

-55,3

-21,9

53,9

51,9

28,9

14,6

7,8

23,4

Überschuss

5,9

13,5

250,7

-39,1

94,6

48,9

-49,5

-73,3

-21,2

33,4

28

11,6

4,6

1,1

13,6

Dividende

0

1,5

2

1,3

0

0

0

0

0

0,3

0,2

0,1

0,05

0,05

0,13

Ausschüttung

0

88,3

117,8

76,6

0

0

0

0

0

12,1

8

3,8

1,7

1,7

4,3

Anlagevermögenp>

47,5

54,9

27,8

50,3

711,7

161,9

179,6

281,3

277,1

160,7

141,5

124,1

133,7

145,6

107,3

Liquide Mittel

160,5

68,2

17,8

35,9

48,9

44,2

36,7

42,9

38,3

42,3

28,5

33,6

3,9

20,7

7,7

Umlaufvermögen

215,8

304,8

445,6

440,2

98,8

87,4

120,8

141,7

166,3

187,9

125,1

114

72,4

74,8

75,6

Eigenkapital

241,8

334,5

450,5

463

749,7

157

98,2

144,1

158,9

171

137,7

104,4

73,3

70,9

72,3

Gez Kapital

58,9

58,9

58,9

58,9

58,9

54,2

54,2

54,2

40,3

40,2

39,8

37,5

33,7

33,7

33,4

Verbindlichkeiten

21,6

25,1

23

27,4

60,7

90,1

199,8

272,2

273,5

163,7

121,1

133,7

132,8

149,5

110,6

Mitarbeiter

786

856

305

1178

3416

4297

4664

7218

8315

8044

5532

3599

2919

1980

1628

Man erkennt deutlich den Niedergang und deutliche Umbrüche. Zu beachten ist dabei auch, dass die Anzahl der ausstehenden Aktien immer wieder gewachsen ist, da Balda einfach nicht selbst genug Kapital erwirtschaften konnte. In der grafischen Darstellung, die ich ja hsocn oben angeführt habe, erkennt man ebenfalls deutlich die Probleme:

Entwicklung wichtiger Kennziffern von Balda
Entwicklung wichtiger Kennziffern von Balda

Der Aktienkurs sieht aber noch wesentlich schlimmer aus, so dass sich aus der Bilanz wieder eine durchaus interessante Situation ergibt.

Aktiva
langfristige Anlagen: (Wert gerundet in Mio €)
Sachanlagen 20
Goodwill 18
imm. Vermögenswerte 7
langfristige Finanzanlagen 18
latente Steuern 3,5
  —  66,5 —
kurzfristige Anlagen
Vorräte 13
Forderungen aus L&L 13
sonstige kurzfr. Anlagen 62,5
Liquide Mittel 119,5
 — 208 —
Passiva
Eigenkapital 249
Langfristige Verbindlichkeiten 7
Kurzfristige Verbindlichkeiten 19,5

WOW! So eine Bilanz gefällt doch eigentlich jedem Investor, oder? Schulden sind im Prinzip nicht mehr vorhanden (die Verbindlichkeiten sind fast vollständig Steuern oder Rechnungen), dafür ein riesiges Eigenkapital. Und dieses riesige Eigenkapital ist im wesentlichen auch noch durch werthaltige liquide Mittel gedeckt und nur zu einem sehr kleinen Teil aus Firmenwerten bestehend.

Berechnen wir also hieraus einen Wert des Unternehmens:

In der Bilanz stehen Sachanlagen von 20 Mio € , die sich recht gleichmäßig auf Immobilien und Maschinenausrüstung aufteilen. Zu den Immobilien zählt insbesondere der inzwischen eigentlich zu große Firmensitz in Bad Oeynhausen und Fabrikgelände. Bei solchen Immobilien in Kleinstädten bin ich genauso wie bei Maschinen sehr vorsichtig was den Verkaufswert angeht, und würde für diesen Posten nur 5 Mio € ansetzen. Immaterielle Werte/Goodwill lässt sich naturgemäß fast gar nicht verkaufen, bekommt also Wert 0. Für die Vorräte und Forderungen kann man einen kleinen Abschlag zur Sicherheit ansetzen, so dass ich hier mit 20 Mio rechnen würde. Die finanziellen Mittel und Forderungen sollten werthaltig sein, so dass ich sie nicht extra diskontieren möchte. Diese kurz- und langfristigen finanziellen Mittel betragen etwa 200 Mio € – mit den beiden anderen Posten komme ich so auf 225 Mio € werthaltigen Vermögens. Zieht man die Verbindlichkeiten in Höhe von etwa 26 Mio € ab, ergibt sich ein Wert der aktuellen Balda-Bilanz von recht genau 200 Mio €. Das ist beachtlich, denn der Börsenwert beträgt aktuell etwa 140 Mio €. Die Altmeister des Valueinvesting wie Ben Graham oder Walter Schloss hätten sich gefreut…

Ausblick: besteht Gefahr den Wert zu verlieren?

Nun ist natürlich die entscheidende Frage: besteht eine Gefahr, dass diese Werte im Lauf der Zeit verringert werden und dem Investor daher nichts bringen?

Balda schreibt nach wie vor geringe operative Verluste. Aus diesem Grund ist es nicht unrealistisch, dass bei schwächerer Wirtschaftsentwicklung auch über mehrere Jahre hinweg ein negativer Cashflow erzielt wird, und die finanziellen Mittel sich allein dadurch verringern. Da die Umsätze mit 70 Mio€ relativgering sind, sollten die Verluste ebenso nicht unkontrolliert groß werden können. Außerdem sind die Verluste eben sehr niedrig, so dass ich aus der Sicht gute Hoffnung auf Kapitalerhalt habe.

Balda hat erklärtermaßen das Ziel, durch Übernahmen zu wachsen. Dieses stellt das momentan größte Risiko dar. Sollte Balda sich wieder einmal wie schon bei den US-Zukäufen vergreifen, könnte das aber empfindliche Wertminderung des Balda-Konzerns nach sich ziehen. Auf der anderen Seite hat Balda gerade durch das warnende Beispiel von C.Brewer Grund vorsichtig zu sein und wird (hoffentlich) nicht überteuerte Abenteuer eingehen.
Eine erfolgreiche Übernahme könnte allerdings auch den Aktienkurs beflügeln. Da viele Investoren auf die dynamischen Gewinn-Multipel stärker achten als auf den Buchwert, könnte Balda am Kapitalmarkt wesentlich besser bewertet werden. Chance und Risiko sehe ich hier als etwa gleich hoch an.

Ein weiteres Problem sind die Rechtsstreitigkeiten. In den USA verklagt sich Balda gerade gegenseitig mit den Alteigentümern von C.Brewer gegenseitig. Ich sehe aus meinem eher intuitiven Rechtsgefühl die Chancen eher bei Balda, aber das Risiko hier noch einmal ein paar Millionen zu verlieren ist durchaus gegeben.

Durch den Absprung des Hauptkunden von Balda C.Brewer ist ein momentanes Problem, dass es zu Abschreibungen und einem entsprechenden Verlust kommen wird. Außerdem ist mit geringen Restrukturierungsaufwand zu rechnen, der im Gegensatz zu den Abschreibungen auch zahlungswirksam wäre.

Zuletzt ist nicht klar, was der Großaktionär und Aufsichtsratsvorsitzende van Aubel vorhat. Bei seinem Einstieg gab es Befürchtungen, dass er das Geld von Balda für Käufe von relativ wertlosen Firmen verwenden könnte, an denen er oder sein Umfeld beteiligt ist. Das würde das Geld in seine Taschen lenken, ohne dass der Rest der Aktionäre wie bei Dividende oder Aktienrückkauf etwas davon hätte. Weiter scheint es, dass van Aubel ein eigentlich inzwischen absolut sinnvolles und für die Aktionäre wertsteigerndes Aktienrückkaufprogramm verhindert. Einen Hauptversammlungsbeschluss eines Aktienrückkaufprogramms für bis zu 10 % des Kapitals existiert, wird aber nicht umgesetzt. Vermutlich deshalb, weil van Aubel sonst den restlichen Aktionäre durch die dann folgende Überschreitung der 30%-Schwelle eine Komplettübernahme zu einem „angemessenen Preis“ anbieten müsste, das vermutlich aber nicht stemmen kann.

Ich sehe van Aubel und den von ihm dominierten Aufsichtsrat als Hauptproblem. So lange er sich nicht äußert und das Kapital nicht sinnvoll einsetzt, ist es schwer als Kleinaktionär da ranzukommen. Außerdem besteht eben die Gefahr, dass er versucht Geld in sein Umfeld abzuzweigen. Ich halte es aber für wahrscheinlicher, dass er einfach auch die Unterbewertung gesehen hat, und sich daher eingekauft hat.

Möglicherweise kann auch die Hauptversammlung gegen seine 29,9% – Mehrheit Beschlüsse durchsetzen, es läuft nämlich gerade der Versuch einer Stimmbündelung (später mehr dazu)

Fazit

Balda hat eine sehr unruhige Vergangenheit, die aus Aktionärssicht äußerst unbefriedigend ist. Operativ ist Balda darüber hinaus weiter in Problemen, hat kein besonders gutes Geschäftsmodell (Kunststoffspritzguss hat im Prinzip keine großen Markteintrittsbarrieren oder Wettbewerbsvorteile), keine Führungsspitze der ich besonders viel Vertrauen schenken würde und im Moment keine besonders Aktionärsfreundliche Firmenpolitik. ABER: Balda würde bei einer Liquidierung vermutlich um die 200 Mio € bringen. Die Bilanz ist voll mit Geld, und man bekommt das eigentliche Geschäft geschenkt. Und einem geschenkten Gaul…

Ich denke, dass Balda mittelfristig zum aktuellen Kursniveau gute Chancen bietet. Durch die enormen finanziellen Mittel in der Bilanz sollte selbst bei einem Börsencrash der Kurs nach unten gut gesichert sein. Sollte sich die operative Lage verbessern, Aktien zurückgekauft werden oder ein erfolgreicher Zukauf gelingen, könnte Balda schon bald wieder zum Buchwert oder sogar darüber gehandelt werden. Dies entspräche einem Aufwärtspotential von womöglich über 70% – bei einem wie gesagt begrenzten Abwärtsrisiko. Aus dem Grund habe ich mir eine Position zugelegt, und warte nun auf irgendeine zur Abwechslung mal positive Überraschung. Im Gegenzug habe ich persönlich die schön gestiegene Position Müller-Logistik aufgelöst, da ich Balda für aussichtsreicher halte. Außerdem hatte ich damals schon gesagt, dass Müller eher ein mittelmäßiges Unternehmen zum guten Preis ist – da kann man über 20% Gewinne auch einfach mal mitnehmen…

Zu guter letzt noch: es gibt eine sehr interessante Aktion, um den Wert von Balda zu heben, die ich hier kurz vorstellen will:

Aktivismus – Stimmenbündelung zu Balda!

Oft bleibt einem Kleinaktionär ja nur die Möglichkeit zu warten bis das Management von sich aus etwas gegen die Unterbewertung tut, oder ein aktivistischer Großaktionär es dazu zwingt. Da alles andere als klar ist, was man vom momentan dominierenden Aktionär van Aubel halten soll, gibt es die Initiative Kleinaktionärsstimmen zu bündeln um einen gemeinsamen Antrag auf der Hauptversammlung einzubringen. Die ganze Initiative ist wohl im Ariva-Forum entstanden, und hat es bis jetzt geschafft unverbindlich um die anderthalb Millionen interessierte Stimmrechte zusammenzubekommen.

Als Aktionär, auch als kleiner,  sollte man seine Rechte und damit einhergehenden Möglichkeiten unbedingt nutzen, daher unterstütze ich hier auch diese Aktion. Ziel ist, 5% der Stimmrechte zu bündeln und damit eigene Gegenanträge auf der HV einbringen zu können, wie zum Beispiel die Abwahl der von van Aubel im Aufsichtsrat installierten Frau Vogler oder die Erzwingung einer Dividende oder eines Aktienrückkaufs. Eine Übersicht über den aktuellen Stand gibt es hier, und man kann sich bei Stimmenbuendelung@gmail.com in einen Newsletter eintragen lassen. Dort sollen neue Vorschläge und Entwicklungen sowie die Maßnahmen zur konkreten Umsetzung an Interessierte gegeben werden. Und das wichtigste: Hier in dieser Umfrage werden unverbindliche Meldungen über Stimmrechte von interessierten Aktionären gesammelt. Nur so kann man abschätzen, ob eine entsprechende Maßnahme zur Stimmbündelung Erfolgsaussichten hat.

Falls du also Balda-Aktien besitzt, nutze deine Stimmrechte! Auch wenn eine solche Aktion ungewöhnlich ist, sie ist auf jeden Fall eine großartige Chance! Aktivismus muss man nicht unbedingt den großen Hedgefonds überlassen, im Internetzeitalter stehen die Chancen auch für Kleinanleger gut!

6 Gedanken zu „Balda Aktie – kann es überhaupt noch tiefer gehen?

  1. Zunächst m al vielen Dank für die lange Analyse. Deckt sich im wesentlichen mit meiner Meinung, zumal du dich alle Möglichkeiten bedenkst statt dich auf eine Sichtweise festzulegen.

    Was man noch in deinem Fazit oder deinen fundamentalen Aussagen erwähnen könnte, sind die hohen Verlustvorträge. Die kann man aber auch nur dann heben, wenn man günstige Übernahmen tätigt.

    Für mich sind deshalb drei Dinge wesentlich, die sich bei Balda ändern müssen.

    1. Günstige Übernahmen, um einerseits den Finanzmarkt auf die Balda-Aktie aufmerksam zu machen. Denn wie du schon geschrieben hast, achten die meisten Anleger eher auf die Ertragsstärke als auf die Bilanz. leider! Andererseits lassen sich so die Verlustvorträge heben. Das ist aus meiner Sicht bares Geld. Man könnte also beispielsweise bei einer Übernahme eines (möglichst deutschen) Unternehmens mit 200 Mio Umsatz und 20 Mio € Ebit auch eine normale Ebit-Multiple von 10 zahlen. Danach hätte man inklusive des bestehenden US Geschäfts eine Balda mit etwa 270 Mio € Umsatz und 20-22 Mio € Ebit. Aufgrund der hohen Verlustvorträge könnte man noch einige Jahre kaum Steuern zahlen, so dass sich das KGV von Balda bei einer MarketCap von 140 Mio € bei 7 bewegen würde.

    2. In der zwischenzeit bis zu dieser oder mehreren Übernahmen ist ein Aktienrückkaufprogramm eigentlich zwingend. Es ist nicht nachzuvollziehen, wenn man keine Aktien zu 70% des Bestands der liquiden Mittel kauft. Das schafft in jedem Fall Mehrwert für die Aktionäre und auch dem Unternehmen selbst, denn als Unternehmen könnte man die Aktien entweder einziehen oder als Übernahmewährung nutzen. Es gibt kein Argument gegen ein ARP. Auch die Frage der 30% Schwelle, die vanAubel erreichen könnte, ist da nicht wirklich sinnvoll, denn selbst bei einem Pflichtangebot käme er noch sehr gut weg, zumal das ja so niedrig sein würde, dass es eh niemand annehmen würde.

    3. Die Öffentlichkeitesarbeit ist bewusst oder unbewusst fragwürdig. Wenn sich nicht endlich die Strategie von Vorstand/AR ganz klar abzeichnet, kann der Kurs noch weiter dümpeln. Allerdings macht mir Hoffnung, dass es in den nächsten 4-5 Monaten ja mehrere News geben muss. Die Auswirkungen des Brewer-Rückzugs, die Jahreszahlen, die HV-Einladung, an die sich dann auch entsprechend Gegenanträge der Aktionärsgemeinschaft anschließen dürften, und dann natürlich die HV selbst. Möglicherweise gibt es auch noch News, die wir jetzt noch gar nicht auf der Rechnung haben, beispielsweise zur Aktionärsstruktur. Und meine größte Hoffnung ist, dass sich Punkt 1 zu den Übernahmen schon bis zur HV geklärt hat. Wobei ich persönlich lieber auf eine günstige als eine schnelle Übernahme hoffe. Balda ist natürlich in einer excellenten Lage, auf mögliche Turbulenzen an Finanzmärkten zu reagieren. Gehen die Börsen in den nächsten 1-2 Jahren in die Knie, könnte Balda der große Gewinner so einer starken Korrektur sein.

  2. Super Einkauf. Ich überlege dank Deinem Artikel auch einzusteigen. Ich bin mir nur ebenfalls unsicher aufgrund des großen Einflusses von van Aubel. Zukäufen stehe Ich grundsätzlich Kritisch gegenüber v.a. bei diesem Track Record. Rückkäufe oder Ausschüttung wären die Instrumente meiner Wahl.
    Siehst du evtl. die Chance auf den Einstieg eines Activist Hedge Funds?

    Grüße
    Investing0711

    1. Nun ja, theoretisch könnte man sich schon einen Aktivistischen Hedgefonds vorstellen (gabs ja mit Octavian schon mal). Allerdings wird den genauso ein van Aubel abschrecken, denn er muss ja mindestens die Hälfte der restlichen Stimmen auf sich vereinen. So viel schafft man nicht alleine durch eigene Käufe (ohne dadurch schon den Kurs zu heben), das könnte dann abschrecken. Moglich wäre es aber allemal, abgesehen dass eine gewisse Chance besteht mit erfolgreicher Stimmenbündelung selbst Anträge wie den Aktienrückkauf einzubringen (wo eigentlich alle Aktionäre dafür stimmen müssten, wenn man sie zur Abstimmung bewegen kann)

  3. ….klar ist Balda rein aus der Bilanz unterbewertet. Ich leide schon seit zwei Jahren am Kursverlust mit.
    Die letzte Hauptversammlung hat Van Aubels Firma wohlfeil an Balda verrechnet !!
    Der Alleinvorstand Oliver Oechsle hat m.W. KEINE Aktien gezeichnet !
    Seit zwei Jahren wird an Zukauf gearbeitet—wirklich ???
    Das einzige,was einem „Konzern“ entspricht sind die Sitzungsvergütungen !
    Gefahr: wenn ein Unternehmen auf viel Liquidität sitzt, ist die Gefahr der lockerenen Hand im täglichen Geschäft sehr groß !!
    Bin sehr pessimistisch, da langfristig außen vor zu bleiben.

    ISTVAN

  4. Danke!

    Der Autor dieser Zeilen hat es prima analysiert, die Aktie war unterbewertete, ich selbst habe die letzten Tage zu 2,47 sukkzessive in 4 Schritten eine Position aufgebaut.

    Heute nun ist die Katze aus dem Sack, BALDA verkauft das gesamte operative Geschäft in einem Ruck zu 63 Mio., und die Aktie ist dann im Prinzip ein reines Geldmarktpapier.

    2,00 Euro Dividende soll es geben auf ein Papier, das kürzlich am 24.08. im low bei 2,22 gehandelt wurde!

    Glückwunsch allen Mitspekulanten, die diesen unterbewerteten Titel kauften, und nun gemeinsam die Ernte einfahren können.

    Wenn BALDA dann liquidert würde, gäbe es den Rest Geld auch noch, wir werden beobachten wie es nun final weitergeht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.