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Wenn mein Aktiendepot ein Unternehmen wäre

Man bekommt unter Valueinvestoren ja so oft zu hören dass man nicht in Wertpapiere sondern in Unternehmen investiert, dass eine Wiederholung dessen nun keinen Artikel rechtfertigt. Aber in der Praxis ist es mitunter doch schwerer als man zugeben will, wirklich langfristig und Unternehmerisch zu denken.

Deshalb ist die Idee des Artikels eine andere: Ich will mein Depot (am Beispiel meines wundervollen und durch gute, vielleicht auch einfach glückliche Aktienwahl sehr gut gewachsenen Wikifolio-Musterdepots) betrachten, als ob es ein Unternehmen ist. Ein Unternehmen, das ich anhand seiner Kennzahlen – Gewinn, Eigenkapital, Cashflow oder was immer eure Lieblingskennzahl ist – einschätzen kann. Ist es teuer? Billig? Langfristig gut aufgestellt? Würde ich darin eigentlich auch insgesamt investieren wollen? Wenn mein Aktiendepot ein Unternehmen wäre weiterlesen

Update Balda und Änderung im Depot

Im Timing bin ich ja eigentlich schlecht – was Balda angeht scheint mir dann aber doch ein Glücksgriff gelungen zu sein. Kurz gesagt: Nachdem ich erst im Juli mich zu 2,46 € zu einem Kauf durchringen konnte stehen die Aktien nach Ankündigung der de-Facto-Liquidierung der alten Balda bei über 3,10€. Das operative Geschäft (und damit deutliche Verlustrisiken) wird für einen sehr ordentlichen Preis von über 60 Mio € verkauft. Für jede Aktie sollen 2€ direkt ausgeschüttet werden – insgesamt also knapp 120 Mio € – der größere Teil von dann wohl noch 130 Mio € bleibt im Unternehmen. Stellt sich die Frage, bei welchem Preis man verkaufen sollte…

Der Netto-Cashwert, den ich auch als fairen Wert zugrundelegen würde, beträgt 4,10-4,20€ pro Aktie. Ganz klar ist es noch nicht, da verschiedene Kosten und Steuern anfallen, aber Update Balda und Änderung im Depot weiterlesen

Das Depot einmal anders betrachtet

Wie oft hat man nicht schon gelesen, gehört oder selbst von sich gegeben, dass Aktienanlage eine langfristige Sache ist? Und wie oft erwischt man sich dann doch dabei, über Bewegungen von 3% bei einer Aktie bei Verkündung der Quartalszahlen nachzudenken – wenn das bei einem langfristigen Engagement doch nebensächlich sein sollte?

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Depotanalyse: Paragon AG

Kommen wir doch mal zu meinem ersten Projekt auf dem Blog: Ich will sämtliche Unternehmen, deren Wertpapiere sich so in meinem Depot befinden zumindest halbwegs gründlich analysieren und einschätzen ob es sinnvolle Investitionen waren. Ich habe zum Teil in der Vergangenheit nur sehr oberflächlich geschaut, was wirklich in den Firmen steckt – also ich habe schon nach einem plausiblen Geschäftsmodell, ordentlichem Kurs-Gewinn-Verhältnis und Unternehmenswachstum geschaut, aber es waren auch schon Fehlgriffe darunter. Grund genug sich durchs schreiben mal zu ’ner gründlicheren Beschäftigung zu zwingen. 🙂
Eine Übersicht über meine Depotauswahl zeigt worauf ihr euch freuen dürft.

Die Paragon AG Aktien habe ich zum Jahreswechsel 2014 gekauft zum Kurs von 10,45. Sie liegen also noch gar nicht so lange im Depot und sind schon ordentlich gestiegen. Auf die Aktie gestoßen bin ich, als ich bei Comdirect nach Aktien gefiltert habe, die niedriges KGV und etwas Dividende gezeigt haben. Das geschätzte KGV für dieses Jahr lag damals bei etwa 8. Aber genug gelabert, zum Unternehmen:

Geschäftsmodell

Paragon ist ein Zulieferer für die Autoindustrie. Sie produzieren also Teile, die später in die neuen Audis, VWs, BMWs usw. eingebaut werden – was bei der momentanen Stärke der deutschen Autoindustrie sicher nicht schlecht ist, aber man muss im Hinterkopf behalten, dass es damit eine eher konjunkturanfällige Branche ist, und zudem von wenigen Großabnehmern abhängig. Depotanalyse: Paragon AG weiterlesen