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Argo Graphics – japanische Ingenieurssoftware

In meinem letzten Post habe ich bereits angekündigt, dass ich mit Argo Graphics eine weitere großartige Firma aus Japan in mein Depot aufgenommen habe. Die Fertigstellung des Beitrags hat nun deutlich länger gedauert als geplant – in der Zwischenzeit hatte ich nicht besonders viel Zeit, war auf dem Valueweekend in Stuttgart (wo ich sehr interessante Leute getroffen habe – wer an Austausch interessiert ist kann sich gerne das nächste Meetup oder das Valueweekend in Berlin 2018 vormerken!). Außerdem bin ich sei einiger Zeit nicht richtig fit und öfter krank, wodurch ich Abends wenig Drang verspüre mich dem Schreiben eines Artikels und Bilanzanalyse zu befassen.

Endlich ist es aber soweit – hier nun die Investmentthese. Was macht diese Firma für mich so interessant?

  • Gute Umsatzsteigerungen der letzten Jahre
  • Äußerst interessante Nische des Softwaremarktes: Argo Graphics vertreibt Lösungen für die graphische 3D-Planung und Simulation von Bauteilen, was im Ingenieursbereich inzwischen nicht mehr wegzudenken ist
  • Skalierbarkeit (durch Größe?): bei knapp 20% Umsatzsteigerung der letzten 5 Jahre ist der Nettogewinn um 80% gestiegen
  • aktive Übernahmestrategie
  • Internationale Aktivität, u.a. in Wachstumsregion Südostasien
  • Bargeld und Wertpapiere in Höhe von mind. 22 Mrd Yen bei einem Börsenwert von 39 Mrd Yen (bei meinem Kauf 33 Mrd) und einem Nettogewinn von mehr als 2 Mrd Yen
  • -> EV/EBIT aktuell 4 , bei meinem Kauf sogar nur 2,5.  KGV etwa 17.

Kurz gesagt erfüllt Argo Graphics die Anforderungen ein Unternehmen billig zu nennen sehr gut, ist überkapitalisiert und hat trotzdem fast 10% Eigenkapitalrendite sowie beste

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Minori Solutions – hochprofitabel und äußerst günstig

Heute stelle ich Minori Solutions vor, eine weitere japanische Firma mit (meiner Meinung nach) erheblicher Unterbewertung. Zunächst kurz meine Investmentthese:

  • moderates Wachstum von Umsätzen, starkes Wachstum der Gewinne
  • Branche (IT und Software) erfordert kaum Kapitalbindung
  • Hälfte des Börsenwertes dennoch durch Bargeld gedeckt
  • Trotz der enormen Überkapitalisierung hat Minori Solutions sowohl eine operative Gesamtkapitalrendite als auch Eigenkapitalrendite im dauerhaft zweistelligen Bereich
  • EV/Nettogewinn ca. 6
  • KGV ca. 11,5
  • Unternehmen plant weiteren signifikanten Anstieg der Umsätze und Gewinne, Nachfrage ist gut
  • Verbesserter Kapitaleinsatz (Aktienrückkäufe!) würde einen starken Schub geben, aber selbst ohne ist das Unternehmen sehr günstig

Nun ist allein das beschriebene für europäische Maßstäbe schon fast zu gut um wahr zu sein. Das eigentlich krasse ist meiner Meinung nach aber die bisherige Entwicklung des Aktienkurses – vor 5 Jahren wurde die Aktie noch zu nur einem Viertel des heutigen Preises gehandelt und war damit ein klassisches Net-Net. Nur eben eines mit Wachstum und satten Renditen. Minori Solutions – hochprofitabel und äußerst günstig weiterlesen

Analyse Hypoport – Finanzmakler der Zukunft?

Heute geht es um ein interessantes Unternehmen irgendwo zwischen Fintech, Software und Finanzvermittlung, dass mit grandiosen organischen Wachstumsraten glänzt: Die Hypoport AG ist ein Finanzvermittler und Betreiber einer Online-Finanzvermittlungsplattform für Unternehmenskunden. Nachdem der Kurs lange Zeit (bis Anfang 2014/vor etwa einem Jahr) unter 10 Euro herumkrepelte, kostet die Aktie inzwischen mehr als 25 €. Aufmerksam geworden auf Hypoport bin ich aber dadurch, dass ich die Aktie in wikifolios und einem Finanzforum gesehen hatte und sie mir überhaupt nichts gesagt hat.

Was macht mich hier auf den ersten Blick schon neugierig? Vor allem dieses schöne Wachstum:

Geschäftsjahr 2009 2010 2011 2012 2013 2014 [Q1 ’15]
Umsatz Mio € 50,5 66,9 84,4 87,8 98,1 112,3 [33,3]
Gewinn Mio € -0,3 3,3 3,7 -0,8 3,1 5,9 [3]

Das Wachstum ist wie gesagt rein organisch entstanden – es muss also gute Gründe geben, warum die Umsätze anders als bei den normalen Finanzvertrieben so stark anziehen! Analyse Hypoport – Finanzmakler der Zukunft? weiterlesen

Was genau ist eigentlich die Cloud?

Richtig, dieser Artikel heute behandelt einfach das technisch-ökonomische Thema Cloud-Computing und die Auswirkungen auf IT-Geschäfte. Wenn du Aktientipps suchst – schau dir einfach ein paar andere Artikel auf dieser Seite oder in der Blogroll an. 😉

Mir geht es darum, prinzipiell zu verstehen was denn eigentlich genau diese Cloud ist, von der man ständig hört und liest – und wie es die Geschäftsmodelle der IT-Firmen verändern könnte. Der Grund: Ich habe vor ein paar Wochen bereits über die offensichtlich relativ niedrige Bewertung einiger sehr profitabler Technologiekonzerne geschrieben. Zum Teil sind die niedrigen Bewertungen offenbar einer Verunsicherung über die Geschäftstransformation im Zeichen der „Cloud“ geschuldet. Mein Artikel über IBM ist noch nicht fertig und wird ohnehin sehr lang (falls ich ihn nicht aufspalte), daher bekommt die Cloud einfach einen eigenen Artikel (ein Artikel-Spinoff um Börsenjargon zu nutzen^^). Also : Was ist die eigentliche Innovation oder technische Neuerung bei der Cloud? Was genau ist eigentlich die Cloud? weiterlesen

Depotanalyse – Euromicron AG

Nachdem ich bei meiner letzten Analyse der MAX Automation zu dem Schluss gekommen bin, dass ich wohl ein wenig zu oberflächlich bei der Auswahl dieser Aktie war und ich angesichts der schwachen Auftragseingänge lieber von der Aktie trenne, nun die nächste Analyse. Die Euromicron AG ist noch seit ganz am Anfang in meinem Depot und entsprechend wenig Erfahrung hatte ich damals. Nach der Dividendenstreichung und dem kleinen Verlust im letzten Jahr ist der Aktienkurs zudem deutlich eingebrochen. Es stellt sich also die Frage, ob der Kursverfall gerechtfertigt war oder eine gute Kaufgelegenheit ist.

Geschäftsmodell

Die Euromicron bietet grob gesagt als Hauptgeschäft den Bau von IT-Netzwerkinfrastruktur an. Das können die elektronischen Anzeigen am Bahnhof sein, Internetleitungen der Telekom, das Handelssystem über das ich elektronisch mit Aktien handele oder das Überwachungskamerasystem im nächsten Gefängnis. Kurzum bietet sie eine technisch anspruchsvolle Baudienstleistung, die an vielen Stellen benötigt wird, die aber fast alle Unternehmen mangels eigener Kompetenz dazukaufen müssen. Depotanalyse – Euromicron AG weiterlesen