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Update 2 zu Protector Forsikring

Protector Forsikring ist eine norwegische Versicherung, die ich bereits seit 2017 im Depot habe und erst im Juni hier eine Analyse vorgestellt habe. Im letzten Update zu Protector hatte ich bereits von der Gewinn- und Umsatzwarnung bei Protectorforsikring geschrieben und meinen Optimismus ausgedrückt, dass die Probleme im nächsten Jahr gelöst werden können und Protector daher stark unterbewertet erscheint.

Inzwischen gibt es wieder neue Informationen, die dieses Update 2 zu Protector Forsikring weiterlesen

Update: Protector Forsikring

Ich hatte die schnell wachsende norwegische Versicherung Protector Forsikring bereits im Herbst in einer ersten kleinen Position gekauft und erst vor wenigen Wochen hier als günstige Investition in ein langfristig stark wachsendes, kosteneffizientes Unternehmen vorgestellt.

Das erste Quartal war da bereits sehr schwach ausgefallen: Sowohl eine hohe Schadensquote als auch ein negatives Anlageergebnis bei den Aktien haben den Quartalsgewinn auf 0 fallen lassen, während das Wachstum sehr stark war.

Der Chef zeigte sich denn auch schon damals besorgt über das Ergebnis und meinte man müsste sehen ob die hohe Schadensquote ein Ausrutscher war oder an “schlechtem Underwriting” lag – sprich an zu niedrig gesetzten Preisen. Ich habe meine Erwartungen für das laufende Jahr daher schon merklich abgesenkt und der Aktienkurs kam entsprechend über den Frühling immer weiter zurück.

Aktuelles: Gewinn- und Wachstumswarnung

Am Freitag kamen dann die Zahlen des zweiten Quartals, und die wurden am Markt wirklich negativ aufgenommen. Update: Protector Forsikring weiterlesen

Neues von Sawai

Ich habe hier im Blog vor etwa einem halben Jahr davon berichtet, dass (und aus welchen Gründen) ich mir Aktien des japanischen Generikaherstellers Sawai Pharmaceuticals ins Depot gelegt habe.

Meine Investmentthese: Sawai ist eine finanziell und operativ starke Firma in einem strukturellen Wachstumsmarkt, die Bewertung mit einem KGV von etwa 14 reflektiert aber nicht das extrem starke Wachstum und die gute strategische Position von Sawai als größtem japanischen Generikahersteller.

Darüber hinaus wurde der Einstieg in den amerikanischen Markt vollzogen und mit Upsher-Smith Laboratories eine etablierte US-Generikafirma übernommen, die zwar gute Gewinnmargen, aber schrumpfendes Geschäft aufwies. Die 111 Mrd. Yen (1 Mrd. Dollar) flossen komplett in Bar und wurden über kurzfristige Kredite finanziert – deren Zinsen ja aktuell bekanntlich sehr niedrig sind.  Ausgehend von der Firmenpräsentation nahm ich an, dass Upsher-Smith für Sawai zusätzliche Gewinne von über 10 Mrd Yen im Jahr erzielen könnte und über die Zeit die Kredite zurückzahlt. Ich hielt einen Gewinn von 30 Mrd Yen für Sawai mit USL für möglich, was auf ein einstelliges Kurs-Gewinn-Verhältnis hinausgelaufen wäre. Da Sawai ihr Reporting auf den internationalen Bilanzierungsstandard IFRS umstellen, nahm ich an dass die Kosten für die Übernahme als Goodwill in der Bilanz stehen bleiben, statt wie in Japan in der Regel üblich auf 15 Jahre abgeschrieben zu werden.

Mit den aktuellen Quartalszahlen gibt es nun neue Informationen, der Aktienkurs hat ein wenig nachgegeben und ich muss reflektieren wie weit meine These aufgeht oder nicht.

Neue Zahlen

Mitte November kamen die neuen Zahlen, und die waren schlechter als erwartet. Ich habe für den japanischen Markt eigentlich mit weiterem Wachstum gerechnet, allerdings ist der japanische Generikamarkt wie es scheint nicht besonders gut vorangekommen. Sawai steigerte den Umsatz in Japan nur noch um 1,7%, was nicht einmal an staatlich verordneten Preissenkungen lag, sondern an der stagnierenden Verkaufsmenge und der Beendigung von (vermutlich margenschwacher) Auftragsfertigung. Neues von Sawai weiterlesen

Anlageupdate IVU

Nach Sixt gibt es heute das nächtse Anlageupdate (Seit Weihnachten fast fertig, aber dann wieder zu wenig Zeit…): Die IVU Traffic Technologies AG, eine Berliner Firma die Software zur Planung und Betrieb von öffentlichen Verkehrsmitteln anbietet, zum Teil gleich zusammen mit Hardware zu Ticketverkauf und elektronischer Anzeige wan der Bus kommt. Diese Software wird für jeden Kunden einzeln angepasst und individuell abgestimmt, basiert aber auf einer Standardlösung um Zeit und Entwicklungskosten zu sparen. Details zum Geschäftsmodell finden sich in meinem ursprünglichen Artikel von 2014 und in meinem Bericht von der ersten Hauptversammlung meines Lebens – der bei der IVU.

Anlageupdate IVU weiterlesen

Anlageupdate: Sixt

Nachdem ich einige Zeit nichts mehr von mir habe hören lassen, will ich heute mit Sixt eine Reihe von kurzen Betrachtungen meiner aktuellen Depotpositionen starten.

Diese Serie von Updates soll eine Überprüfung sein, ob die von mir investierten Unternehmen sich so entwickeln wie angenommen. Zudem will ich mir neue Gedanken über den fairen Wert der Aktien machen und Aktien die diesen fairen Wert überschreiten auf die Verkaufsliste setzen.

(Zum Status des Blogs: der Blog ist nicht tot, ich hatte aber aufgrund meiner kürzlichen Hochzeit und der damit verbundenen Vorbereitung einfach keine Zeit und keine freien Investitionsmittel obendrein… Ich will ihn aber definitiv weiterführen, und ich möchte weiterhin an der Börse investieren und meine Entscheidungen hier dokumentieren und mit euch Lesern diskutieren!)

Ursprüngliche These Sixt

Zu Sixt habe ich bereits mehrfach geschrieben, zunächst eine komplette Analyse, später dann jeweils Artikel zum Börsengang von Sixt Leasing und von Europcar als direkten (und äußerst schwachen) Wettbewerber. Anlageupdate: Sixt weiterlesen