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Übernahme Minori Solutions, Kauf Abo Wind

In meinem Portfolio gibt es zwei Neuigkeiten: ein Übernahmeangebot und ein neues Investment.

Verkauf: Minori Solutions

Das japanische IT-Unternehmen Minori Solutions hatte ich bei einem Preis von 1300 Yen je Aktie im Juli 2017 in diesem Blog vorgestellt.

Der Grund damals: Ein solides Wachstum im mittleren einstelligen Bereich, hochprofitabel, aber dennoch die Hälfte des Marktwerts durch liquide Mittel gedeckt. Das KGV lag bei auch für Japan niedrigen 11,5.
In der Zwischenzeit ist das Wachstum weitergegangen, es wurden auch Dividenden erhöht und Aktien zurückgekauft – und nun kam ein Gebot vom bisher mit 10% beteiligten Großaktionär SCSK, die Aktien zu 2700 Yen zu übernehmen. Gegenüber den vorherigen Kursen (etwa 1900 Yen) ist dies ein Aufschlag von über 40%. Ich gehe davon aus, dass die Übernahme mit den anderen Großaktionären bereits im Vorfeld geklärt wurde und diese ihre Aktien verkaufen. Da ich nicht weiß, wie die Regelungen bezüglich Squeeze-out und Delisting in Japan sind und die extreme Unterbewertung nun durch einen zumindest fairen Preis aufgelöst wird, habe ich meine Aktien verkauft. Der Preis hat sich im Moment sehr fest bei 2696 Yen eingepegelt, der Markt scheint also ebenfalls fest von einem Erfolg der Übernahme auszugehen.

Insgesamt ist dies ein weiteres Beispiel für die Art von Investment mit der ich bisher am besten gefahren bin: KGV höchstens 15, solides aber nicht berauschendes Wachstum, solide Vermögens- und Gewinnsituation. Unter dem Strich steht für mich hier ein Gewinn von 1400 Yen pro Aktie, während der Yen leicht stärker wurde (von 1:130 zu 1:120). In Euro habe ich damit 125% + Dividenden erzielt, bzw. annualisiert mehr als 40%.

Wenn ihr neue Aktien mit so einem Profil entdeckt – her damit in die Kommentare, ich brauche Nachschub!

Kauf: Abo Wind

Eine detaillierte Analyse habe ich hier bisher noch nicht geschrieben, aber ich will euch mein neuestes Investment nicht vorenthalten: Abo Wind, ein Projektentwickler für erneuerbare Energieerzeugung aus Solar und Wind.

Wusstet ihr, dass 95% der 2018 in der EU ans Netz gegangenen Stromerzeugungskapazität erneuerbar war? Und das einen großen dieser Anlagen mittelständische Projektentwickler wie Abo Wind (oder an der deutschen Börse auch PNE und Energiekontor) planen und errichten?

Traditionell vor allem im deutschen Windsektor tätig hat sich die Abo Wind inzwischen breiter diversifiziert. Angesichts des von der Politik trotz aller leeren Pläne zum Ausbau von Ökostrom fast abgewürgten Windkraftausbaus in Deutschland ist dies ein echter Trumpf, so ist Abo Wind unter anderem in Argentinien, Finnland, Irland, Frankreich und Spanien aktiv. Der Gewinn konnte nach sehr starken Jahren 2016/2017 nicht auf Rekordniveau gehalten werden und viel von 2017 auf 2018 von 17 auf 12,5 Mio €. Dieses Jahr kann man auf gut 10 Mio € hoffen, was immer noch eine zweistellige Eigenkapitalrendite ist. Dem gegenüber steht eine Marktkapitalisierung von gerade einmal 130 Mio €. Die Firma hat lange Geschichte hoher Profitabilität, eine hervorragend gefüllte Projektpipeline gerade von Projekten im relativ frühen Stadium, ein Kurs-Buchwert-Verhältnis von 1,3 und das Ziel des Vorstands in einigen Jahren regelmäßig über 20 Mio€ im Jahr zu verdienen. Die Gewinnmargen sind ordentlich: obwohl in der Projektentwicklung jedes Jahr hohe Summen abgeschrieben werden müssen erreicht Abo Wind Nettorenditen von etwa 10%.

Natürlich kann das Geschäft schwanken, und ich gebe zu dass es keinen “Moat”, also dauerhaften Burggraben gibt. Angesichts der guten Wachstumsaussichten und eines KGV von etwa 10 auf den Durschschnitt der letzten Jahre halte ich die Aktie für stark unterbewertet. Auch wenn der wenig liquide Handel an der Hamburger Börse zu dem Abschlag beitragen dürfte sehe ich erhebliches Aufwärtspotential.

Anhaltspunkt dafür könnte die aktuelle Übernahme des Konkurrenten PNE Wind durch einen Morgan-Stanley-Fonds sein: Die Amerikaner bieten 4€ je Aktie, nachdem diese lange bei nur 2,50€ dümpelte. Dennoch könnte sich das ganze als Schnäppchen erweisen, und offenbar sind nicht alle Aktionäre mit dem Preis zufrieden.

Das Risiko ist natürlich, dass Projekte schiefgehen oder nicht zum kalkulierten Preis verkauft werden können. Das früher stark vorhandene politische Risiko sehe ich hingegen nicht mehr, da der Preis für Wind- und Solarstrom in vielen Weltgegenden absolut konkurrenzfähig ist.

Ein Problem ist freilich, dass die Bilanz von außen schwer zu verstehen ist. Hier werden die Leistungen für Planung und Errichtung der Anlagen aktiviert, was bedeutet dass man an einen höheren Wert dieser Leistungen glauben muss. Allerdings halte ich das Management nach dem langen Erfolg für vertrauenswürdig genug. Die Gründer Ahn und Bockholt sind nach wie vor an der Unternehmensspitze und gleichzeitig Großaktionäre, sie sollten also im Interesse der Aktionäre handeln.

Ich habe meine Aktien für 15€ / Stück gekauft und plane hier langfristig zu halten. Schön für das Gefühl ist auch, dass die Firma an der Lösung eines der größten Probleme der aktuellen Zeit, dem Klimawandel, mitwirkt. Ist nur zu hoffen dass unsere Regierung mitbekommt, dass an der Windenergie in Deutschland mehr Jobs hängen als an der Kohle…

Wachstumsaktie Booking.com (AlleAktien Gastbeitrag)

Heute darf ich euch einen besonderen Beitrag präsentieren: Ein Post der nicht von mir, sondern von AlleAktien stammt, einer sehr interessanten Plattform wenn man sich für Aktienanalysen interessiert (und warum sonst sollte man auch meinen Blog lesen…). Ich glaube, dass auch die Inputs von anderen Autoren sehr wertvolle Anregungen sein können und hoffe ihr findet Booking.com, ein wirklich beeindruckend profitables Unternehmen,  genauso spannend wie ich – es lohnt sich immer großartige Unternehmen anzuschauen und besser zu verstehen.

Noch etwas zum Autor bzw AlleAktien: Ich freue mich, dass Gründer Michael C. Jakob hier Booking Holdings und damit natürlich auch seine Website vorstellt. Er hat bereits viele Tech-Unternehmen analysiert, investiert und bei McKinsey auch beraten. Auf AlleAktien.de stellt er gemeinsam mit Jonathan Neuscheler ausführliche Aktienanalysen ins Netz und stellt spannende Unternehmen vor. Alle gehandelten Aktien sind es zwar noch nicht, aber schaut ruhig mal vorbei!

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Liebe Freunde und Aktionäre,

ich freue mich besonders, euch heute ein echtes Wachstumsunternehmen präsentieren zu dürfen: Booking Holdings. In den letzten 9 Jahren hat sich der Aktienkurs mehr verzehnfacht (von 180 USD auf 2030 USD) seit 2010. Warum das so ist, warum der Burggraben von Booking so stark ist, und wie wir als Privatanleger davon profitieren können, das steht in dieser AlleAktien Kurz-Analyse! ☺

Booking Holdings Aktienanalyse: Zusammenfassung

  1. Die klare #1 bei der Online-Buchung von Hotels und Zimmern: Booking Holdings ist der mit Abstand größte Online-Vermittler von Zimmerbuchungen, mit >40% Marktanteil, 30 Mio. gelisteten Hotels und mehr als 100 Mrd. USD Transaktionsvolumen im Jahr
  2. Booking.com generiert unglaublich viel Cash: Booking Holdings verdient an jeder Hotelbuchung 10-20% des Umsatzes mit, ohne die Hotels selbst besitzen zu müssen. Das Unternehmen ist schuldenfrei, die App extrem verbreitet
  3. Aktuelle Bewertung spannend: Die Bewertung ist aktuell günstig: Das KGV liegt bei nur 20, und das bei zweistelligem Gewinnwachstum. Warum das so ist und welche Risiken es bei Booking gibt, sehen wir uns in dieser fundamentalen Analyse an. 
  4. Ein starker Burggraben: Langfristig und mühsam aufgebaute Beziehungen mit über 30 Mio. Hotels und „Zimmer-Anbietern“, die alle bei Booking.com inserieren – Damit hat Booking ein klassisches Winner-Takes-It-All Geschäftsmodell mit Netzwerk-Effekt: Hotelbesitzer inserieren, wo die meisten Kunden sind, und Kunden suchen dort nach Hotels, wo es die meiste Auswahl gibt. Das Ergebnis: Booking Holdings profitiert von diesem Netzwerk-Effekt. 

Geschäftsmodell

Booking Holdings besitzt und betreibt eine Vielzahl an Webseiten (Suchmaschinen und Vergleichsportale) zur Online-Buchung von Hotels, Flügen, und Autos. Die reichweitenstärksten Seiten von Booking sind:

  • Booking.com
  • Priceline.com
  • Agoda.com
  • Kayak.com
  • Momondo
  • Cheapflights
  • OpenTable

Diese Portale werden in mehr als 40 Sprachen in mehr als 200 Ländern angeboten, 90% des Gewinns kommt sogar außerhalb der USA. Booking Holdings erhält dabei mit jeder Vermittlung eine kleine Kommission als Vergütung von dem jeweiligen Hotel/Airline/Autovermieter.

Umsatz nach Segment visualisiert: Booking Holdings vermittelt hauptsächlich Zimmer, und 10% Autos. Flüge machen keinen signifikanten Anteil aus. Gleichzeitig sind Zimmer auch das am schnellsten wachsende Segment. Booking Holdings ist also exzellent in dem größeren Markt der „Urlaubs-Vermittlung“ aufgestellt.

Booking Holdings ist die klare #1 im Online-Reisemarkt: Ganze 40% Marktanteil, dicht gefolgt von Expedia. Expedia verkauft aber hauptsächlich „Gesamt-Urlaubspakete“: Flug + Hotel + Auto kombiniert, während Booking Holdings hauptsächlich einzelne Zimmer vermittelt. Weil die Zimmervermittlung das am schnellsten wachsende Segment ist, wird auch Booking Holdings den Marktanteil weiter ausbauen können.

AlleAktien-AAQS-AlleAktien-Qualitaetsscore-Booking-Holdings

In unserem AlleAktien Qualitätsscore (AAQS) erzielt Booking Holdings 10/10 Punkten und ist damit eine echte Qualitätsaktie! Stetig steigender Umsatz und Gewinn sprechen für sich: Das Unternehmen steht jetzt DEUTLICH besser da, als noch vor 10 Jahren. Die Verschuldung ist weiterhin sehr gering. Das größte Risiko ist: Kann das Unternehmen auch weiterhin so schnell wachsen, und wie wird sich der Aktienkurs entwickeln, wenn die starken Wachstums-Erwartungen nicht getroffen werden?

Ich denke, dass Booking Holdings für Wachstumsinvestoren mit einer guten Risikotoleranz ein gutes Investment ist. Ähnlich wie bei Amazon, Google, Facebook, Microsoft, und Netflix, gilt aber auch: Hohes Wachstum ist auch mit hohen Risiken verbunden. Werden die hohen Erwartungen an das Umsatz- und EBIT-Wachstum nicht getroffen, kann die Aktie schnell 20 oder 30% einbrechen.

Mit einer durchschnittlichen Renditeerwartung von ca. 9-12% bei 5% aktueller Cashflow-Rendite halte ich Booking Holdings für kaufenswert.

Die vollständige Booking Holdings-Analyse inklusive Podcast gibt es auf AlleAktien.de

Autor: Jonathan Neuscheler und Michael Jakob stehen als Aktienanalysten und Unternehmer für die Ehrlichkeit und Integrität von AlleAktien, sowie der Unabhängigkeit der Analysen. Wir tun was wir sagen, und sagen war wir tun. Unser Ziel ist es, hervorragende Aktienanalysen und langfristige Investmentideen für Privatanleger auf AlleAktien.de zu veröffentlichen, um dich zu einem noch erfolgreicheren Investor zu machen.

Kauf Funkwerk – Wachstum mit Bahntechnologie

Heute will ich meine neueste Aktie im Depot vorstellen: Funkwerk.

Funkwerk ist ein mittelständischer Betrieb aus Thüringen, der vor einigen Jahren erhebliche wirtschaftliche Probleme bekam, inzwischen aber einen erfolgreichen Turnaround hinter sich und deutlich Fahrt aufgenommen hat.

Der Kursverlauf zeigt sehr schön den Absturz und Wiederaufstieg von Funkwerk.

Der langfristige Chart zeigt das auch deutlich: Nach dem Börsengang im neuen Markt und darauffolgendem Hoch von über 40€ fiel der Kurs 2015 bis unter 2€. Man sieht aber auch, dass ich den schönen Anstieg des Turnarounds verpasst habe, anders als etwa Bloggerkollege Michael Kissig, der hier ein gutes Händchen hatte. Dennoch habe ich mir das Unternehmen genauer angesehen und gehe von weiterhin sehr großem Potential aus.

Geschäftsmodell

Funkwerk verkauft Lösungen für Zugfunk und -Kommunikation, Reisendeninformationen (das sind z.B. Bahnhofslautsprecher oder die digitalen Anzeigetafeln, die zeigen wann der nächste Zug kommt), und Videosysteme. Im Bereich GSM-R Zugfunksysteme (digitaler Zugfunk auf Basis einer GSM-Erweiterung) ist die Firma nach eigenen Angaben sogar Weltmarktführer. Gerade im Bereich Zugfunk wird aktuell die recht späte Digitalisierung vorangetrieben , z.B. mit dem EU-weit einheitlichen Standard ETCS (European Train Control System) zur elektronischen Zugsteuerung. Dieser wird nach und nach umgesetzt, und dadurch steigt die Nachfrage der Zughersteller nach entsprechenden Komponenten.
Auch insgesamt dürften die Investitionen in die Schiene (nach langer Durststrecke) wieder zunehmen – in Deutschland werden der Bahn über die kommenden Jahre erhebliche zusätzliche Mittel bereitgestellt und das als Klimaschutzmaßnahme verkauft. Natürlich, wer sich mal die Geschäftszahlen der DB angeschaut hat, weiß natürlich dass der Bund als Eigentümer aufgrund der finanziellen Lage im seit langem nicht besonders gut geführten Konzern einfach eine Kapitalspritze geben muss. (Würde es der Regierung ernsthaft um Klimaschutz gehen hätte sie sich die Subventionen für das Auto sparen können, nun ja.) Trotzdem sollte Funkwerk profitieren wenn der Investitionsstau der Bahn sich auflöst, und zugleich europaweit die (oft versteckten) Subventionen für den Flugverkehr unter Beschuss kommen. Zudem wird in vielen Teilen der Welt mit steigender Urbanisierung immer deutlicher, dass die Politik der autogerechten Städte in eine Sackgasse führt und mit der Bevölkerungsdichte in Metropolen nicht kompatibel ist – daher ist der Ausbau der S- oder U-Bahn in den Städten oft die einzige Methode um den innerstädtischen Verkehr in wachsenden Städten noch zu bewältigen.
Im Videosystembereich adressiert Funkwerk hingegen nicht nur Bahnkunden, sondern auch sonstige professionelle Anwender von Videoüberwachungssystemen. Auch dies ist ein strukturell wachsender Markt, der durch die Fortschritten in der Videoanalyse mit künstlicher Intelligenz (etwa Gesichtserkennung) neuen Schub bekommen könnte.

Insgesamt schätze ich, dass die Geschäftsbereiche von Funkwerk attraktiv sind: Da die Komponenten sicherheitskritisch sind, aber nicht die Hauptkosten eines Zuges ausmachen, spielt die Qualität eine wichtige Rolle -hoffentlich mehr als der Preis. Und da der Bahnverkehr in den meisten Ländern in öffentlicher Hand oder zumindest entsprechend reguliert ist, dürfte der Bereich recht unabhängig von der sonstigen Industriezyklik sein. Gerade jetzt wo in Deutschland eine Rezession zu beginnen droht ist das ein Vorteil.

Zahlen

Wie ihr wisst bin ich ein Verfechter eines an Fundamentaldaten und Kennzahlen orientierten Investierens – was bringt mir eine tolle Aktie, wenn sie total überbewertet ist?

Zum Glück ist Funkwerk nicht überbewertet, im Gegenteil. Der momentane Marktwert des Unternehmens liegt bei rund 150 Mio €, bei einem Nettokassenstand von fast 30 Mio € zum letzten Halbjahresbericht. Dazu kommt ein starker Cashflow, der 2018 über dem Nettogewinn lag und 13,8 Mio € betrug. Der Gewinn betrug 7,4 Mio € und dürfte dieses Jahr weiter steigen – im ersten Halbjahr 2019 waren es bereits 4,8 Mio € , nach 2,5 Mio € im Vorjahr. Funkwerk hat dabei in den letzten Jahren die selbst gesteckten Prognosen immer wieder übertroffen. Auch dieses Jahr sieht die Prognose deutlich zu pessimistisch aus: Das (schon angehobene) Ziel sieht einen Umsatzanstieg von 6% und ein leicht fallendes EBIT von 11 Mio € vor. Stand zum Halbjahr: 20% Wachstum bei Umsatz und Auftragseingang sowie ein EBIT-Anstieg von 3 auf 5,4 Mio.

Hier eine Tabelle mit den Ergebnissen der letzten Jahre:

Werte in Mio€
2014 2015 2016 2017 2018
Umsatz 94,1 95,1 77,4 77,6 82,7
EBIT 1,4 5,1 5,4 7,2 11,4
Jahresüberschuss/-fehlbetrag -1,8 7,5 4 4,4 7,4
Umlaufvermögen 44,8 40,5 46,1 51,2 58,9
Anlagevermögen 11,6 10 9,6 9,2 8,7
Summe Fremdkapital 46,1 32,7 33,9 34,1 36
Summe Eigenkapital 10,3 17,8 21,8 26,2 31,6
Ergebnis je Aktie (verwässert) -0,22 0,92 0,5 0,54 0,91
Entwicklung der Bilanz und Gewinne seit 2014

 

Wie man sieht wurde nicht nur die Gewinnsituation verbessert, sondern zusätzlich auch das Working Capital – deshalb waren die Cashflows etwa im letzten Geschäftsjahr deutlich über dem Gewinn. Das ist für ein Zeichen dafür, dass das Management hier seit 2015 deutlich besser geworden ist und eine Menge Verbesserungen umgesetzt wurden.

Beachtlich finde ich außerdem die Eigenkapitalrendite: 2018 lag sie (trotz des erheblichen Bargeldbestands) bei 23%. Sollte 2019 tatsächlich ein Gewinn von rund 10 Mio€ erreichbar sein würde sie sogar auf 30% steigen.
Diese geringe Kapitalintensität des Geschäftes ermöglicht hohe Cashflows selbst bei hohem Wachstum. Wenn man einen langfristigen Ansatz verfolgt ist eine hohe Eigenkapitalrendite schon fast Grundvoraussetzung damit eine Firma in Frage kommt. Zudem signalisiert eine hohe Eigenkapitalrendite in der Regel auch eine sehr gute Wettbewerbsposition des Unternehmens – in jeder Hinsicht ist diese Kennzahl also höchst erfreulich. Was man auch deutlich erkennen kann: die Gewinne stiegen bereits vor den Umsätzen – das liegt daran, dass Funkwerk eine drastische Schrumpfkur hinter sich hat. Es zeigt aber auch dass der Firmenleitung bewusst ist, dass es nicht zuerst um wachsende Umsätze, sondern Gewinne geht.

Einstieg bei Euromicron

Eine große Schlagzeile gab es für Funkwerk, als im Sommer der Einstieg bei Euromicron verkündet wurde. Euromicron ist ein Dienstleister im Bereich der Netzwerktechnik, im Prinzip ein Bauunternehmen für Verkabelungen, das sich auch unter meinen ehemaligen (und unerfolgreichen) Investitionen befindet – Blogeinträge hier: Euromicron Vorstellung, Euromicron – Bilanzfehler.

Um die Geschichte kurz zu machen: der damalige Vorstand hatte ein (zu) ehrgeiziges Expansionsprogramm gestartet, wollte auf einen Umsatz von 500 Mio € kommen und kaufte unzählige Firmen auf. Dabei wuchs allerdings die Schuldenseite der Bilanz immer weiter an, während die Profitabilität auf der Strecke blieb. Irgendwann war das Eigenkapital nur noch durch immaterielle Werte gedeckt, und diese mangels Profitabilität nicht nachhaltig – die Schulden waren aber real und mussten bedient werden. Es folgte ein langer Absturz, selbst eine Insolvenz war eine realistische Option wie man an den Diskussionen in Börsenforen zur bald fälligen Anleihe sieht. Auf jeden Fall ein Musterbeispiel dafür, wie übertriebene Gier nach Umsatzwachstum ein Unternehmen ruinieren kann.

Ausgerechnet in diesen Sanierungsfall kaufte sich nun Funkwerk ein. Der Einstieg erfolgte über zwei Tranchen – eine Kapitalerhöhung von 10% des Kapitals nur für Funkwerk und anschließend noch einmal drei mal so viele Aktien mit Bezugsrecht für alle Euromicron-Aktionäre. Im Endeffekt hat Funkwerk hier für 5,2 Mio€ einen Anteil von 15% der Euromicron-Aktien zu 3,40€ je Aktie gekauft. Da die Aktie aktuell bei 4,80 € notiert scheint der Preis nicht schlecht gewesen zu sein. Zudem wurde der Aufsichtsrat ausgetauscht, dieser wird nun von Herrn Radke, der Aufsichtsratsvorsitzender von Funkwerk und CEO von Funkwerks bestimmenden Aktionär Hörmann ist, geleitet. Aber auch sonst denke ich, dass der Deal sich als ziemlich positiv herausstellen könnte: der Preis von 5 Mio gibt Funkwerk eine gute strategische Position. Kurzfristig können eventuell Kooperationen das Geschäft beider Partner voranbringen, denn auch für Euromicron ist die Bahn einer der wichtigsten Kunden. Sollte sich die Lage bei Euromicron nicht bessern, dürften Unternehmensteile verkauft werden um Geld reinzubekommen – und dann kann es für Funkwerk mit der gut gefüllten Kasse nur vorteilhaft sein darüber als erstes Bescheid zu wissen, den Prozess zu beeinflussen und außerdem über die gute Kenntnis der Firma die Filetstücke zu identifizieren.
Gelingt hingegen der Turnaround ähnlich wie bei Funkwerk, dann dürfte der Wert des Aktienpaketes massiv zulegen.

Aktionärsstruktur

Auf eine Sache muss man sich allerdings einlassen: Funkwerk ist fest in der Hand des Mehrheitsaktionärs Hörmann, der knapp 80% der Stimmen hält. Wer also Übernahmespekulationen oder aktivistische Streitigkeiten gern hat wird hier ziemlich sicher nicht auf seine Kosten kommen. Im schlechtesten Fall könnte es sogar ein Delisting geben, auch wenn dieses aktuell scheinbar nicht auf der Tagesordnung steht.

Mir persönlich macht dies allerdings nichts aus, im Gegenteil finde ich es gut, wenn ein langfristig orientierter Mehrheitsaktionär engagiert ist und für eine verlässliche Unternehmenspolitik garantiert.

Fazit und Bewertung

Was gefällt mir nun so an Funkwerk, dass ich mir eine kleine Position an Aktien gekauft habe?

Im wesentlichen, dass Funkwerk einige Charakteristika aufweist, die sich auch bei vielen meiner früheren, erfolgreichen deutschen Nebenwerteinvestments fanden:

  • solide Bilanz (deutlicher Nettocashbestand)
  • gute mittelfristige Wachstumsaussichten (Abbau des Investitionsstaus bei der Deutsche Bahn)
  • akzeptable Bewertung – auf Basis meiner Schätzung von bis zu 10 Mio €  Gewinn liegt das KGV Cashbereinigt bei 12, sonst bei 15
  • gute Entwicklung der jüngeren Vergangenheit
  • dazu aktuell hohes Momentum der Aktie

In vielem ähnlich sah die Situation auch mal bei IVU, Steico, Polytec, Sixt oder Mix Telematics aus, alles Käufe die ich auch im Nachhinein als richtig einschätze.

Die geringe Konjunkturabhängigkeit gefällt mir darüber hinaus momentan besonders gut, auch die konservativen Prognosen des Managements, die dann doch meistens übertroffen werden und die herausragenden Kapitalrenditen. Langfristig könnte es ein weiterer Treiber sein, wenn Euromicron wieder in die Spur kommt, aber auch sonst erscheint mir die Aktie attraktiv.

Neues von Flatex (Fintech Group) und HV-Bericht

Über die Fintech Group – inzwischen umbenannt in Flatex – habe ich zu Beginn des Jahres hier einen Beitrag geschrieben und einige Aktien gekauft. Mein Fazit war damals, dass ich ein großes Potential im Kerngeschäft sehe, da die Kennzahlen auf eine enorme Skalierung hindeuten und die Expansion in weitere europäische Länder auf der Tagesordnung stand. Zugleich sah ich aber das Management etwas kritisch, insbesondere die starke Fokussierung auf kurzfristige Gewinnerzielung statt langfristiger Kundenzufriedenheit (z.B. die Entscheidung Strafzinsen auf Einlagen zu nehmen, ohne den Kunden wenigstens einen Freibetrag einzuräumen).

Über die Fintech Group – inzwischen umbenannt in Flatex – habe ich zu Beginn des Jahres hier einen Beitrag geschrieben und einige Aktien gekauft. Mein Fazit war damals, dass ich ein großes Potential im Kerngeschäft sehe, da die Kennzahlen auf eine enorme Skalierung hindeuten und die Expansion in weitere europäische Länder auf der Tagesordnung stand. Zugleich sah ich aber das Management etwas kritisch, insbesondere die starke Fokussierung auf kurzfristige Gewinnerzielung statt langfristiger Kundenzufriedenheit (z.B. die Entscheidung Strafzinsen auf Einlagen zu nehmen, ohne den Kunden wenigstens einen Freibetrag einzuräumen).

Nun hat sich einiges getan, und das meiste bestätigt dabei meinen Eindruck vom Unternehmen weiter.

Was gibt es neues?

Flatex goes Europe

Zunächst zeigte die Fintech Group wie bereits in der Vergangenheit ihre unzuverlässige Seite: Die ursprünglich schon für das erste Quartal angepeilte Expansion ins Ausland, konkret die Niederlande, wurde verschoben. Erst im Juni war es dann so weit, dass Flatex.nl den Betrieb aufnehmen konnte. Trotz der Verzögerungen sprach die Firma von deutlich unter den Erwartung liegenden Kosten. Wie passt das zusammen? Ich Neues von Flatex (Fintech Group) und HV-Bericht weiterlesen

Säuft die Autoindustrie ab? – Verkauf Polytec

Aktienkurs von Polytec über die vergangenen Jahre – ich habe wohl den Ausstiegszeitpunkt verpasst

Polytec ist ein österreichischer Autozulieferer, den ich lange Zeit im Depot hatte und im Blog hier, hier und hier auch ausführlich besprochen habe.

Gekauft hatte ich die Aktie 2015 für etwas über 7 €, nachgekauft bei 12€ und bei 16,30 einen Teilverkauf zum balancieren des Portfolios vorgenommen. Als die Aktie im Hoch bei 22 € stand habe ich sogar eine weitere Verkaufsorder für 24€ eingestellt da ich den Kurs als annähernd fair empfand – was folgte war der Dieselskandal, gekürzte Abrufzahlen der Autohersteller und fallende Gewinne und Umsätze für die ganze Branche.

Das Unternehmen ist aus meiner Sicht sehr gut geführt. Es hat eine gute Kapitalallokation: historisch kam das meiste Wachstum aus Übernahmen auf Buchwertniveau oder niedriger, in den letzten Jahren mit hohen Unternehmenspreisen hingegen hielt sich Polytec zurück. Im Gegensatz zu anderen Zulieferern wie Leoni hat Polytec seine eigenen Prozesse hervorragend im Griff und ist durchgängig sehr profitabel. Und es ist günstig bewertet (bei Kurs 8,90€ Kurs-Buchwert-Verhältnis = 0.8 und Kurs-Gewinn-Verhältnis für 2018 = 6.7).

Was will man als Valueanleger mehr? Säuft die Autoindustrie ab? – Verkauf Polytec weiterlesen

Ework – hochprofitabel, schnell wachsend, konjunkturanfällig?

Bevor ich zur genaueren Beschreibung des Geschäftes von Ework komme, möchte ich euch ein paar Zahlen vorlegen. Angesichts dieser Zahlen scheint die Bewertung unglaublich niedrig, und ich habe mich sofort gefragt: Was ist da falsch? Kann da etwas schief gehen? Übersehe ich etwas?

  • Langfristiges Umsatzwachstum: > 20% im Jahr, Gewinnwachstum ähnlich
  • Eigenkapitalrendite: 30-50%
  • Dividendenrendite: ~ 6%
  • Heimatland: Schweden (also kein großes Währungs-/Schwellenlandrisiko)
  • Umsatz: 11 Mrd schwedische Kronen (SEK) (~1,1 Mrd €)
  • struktureller Wachstumsmarkt

Trotz dieser wirklich beeindruckenden Zahlen und des enormen Wachstums, hat sich die Aktie von Ework seit mehreren Jahren im wesentlichen im Einklang mit dem schwedischen Index entwickelt (siehe Screenshot).

Nun kann man argumentieren, dass sie als kleineres Wachstumsunternehmen wesentlich teurer war, aber angesichts des immer noch starken Wachstums (16% in 2018, 25% in 2017) und des kapitalschonenden Geschäftsmodells, welches hohe Ausschüttungen erlaubt, halte ich eine höhere Bewertung für durchaus angemessen.

Sollte es plausibel erscheinen, dass sich das Wachstum in ähnlichem Tempo fortsetzt, ist die Bewertung des Unternehmens für mich kein Thema – die Frage ist also ob wir genau das annehmen können, oder z.B. in der nächsten Rezession (wovon wir nicht weit entfernt scheinen) massive Probleme lauern, oder ob aus anderen Gründen die Zukunftsfähigkeit gering ist. Preist der Markt womöglich einfach einen massiven Margenrückgang aufgrund der Konjunkturprobleme ein?

Geschäftsmodell und Markt

Was genau macht dieses Unternehmen um jahrelang mit Eigenkapitalrenditen um 50% mehr als 20% zu wachsen? Software? Hightech? Revolutionäre, patentgeschützte Produkte?

Nein, viel langweiliger – Ework versteht sich als Makler. Allerdings nicht für Immobilien oder Versicherungen, sondern für Unternehmensberater. Diese arbeiten häufig selbständig oder in kleinen Unternehmen und sind häufig sehr stark spezialisiert – z.B. auf Einsatz künstlicher Intelligenz in Industrieunternehmen oder auf Marketinglösungen in der Lebensmittelbranche oder oder… Ework – hochprofitabel, schnell wachsend, konjunkturanfällig? weiterlesen

Meine lehrreichsten Fehler beim Investieren

Investiert man in Aktien ist es unvermeidlich Fehler zu machen. Selbst berühmte und erfolgreiche Investoren sagen, dass man schon gut ist wenn nur 51 von hundert Entscheidungen richtig sind und zu Gewinnen führen. Um langfristig Erfolg zu haben muss man daher aus seinen Fehlern lernen und sie nicht wiederholen. Deshalb freue ich mich dass ValueDACH eine Blogparade zum Thema Investmentfehler angestoßen hat und wir damit die Gelegenheit bekommen aus den Fehlern anderer zu lernen.

Einordnung von Fehlern

Fehler muss man richtig einordnen können. Da die Börse viele unvorhersehbaren Ereignisse verarbeitet kann ein Investment mit negativem Ergebnis trotzdem zu Beginn “fehlerfrei” gewesen sein, während ein auf einem Fehler beruhendes Investment trotzdem Gewinn bringen kann. Die Frage für mich lautet daher: War meine ursprüngliche Investmentthese korrekt gewesen und hat sie alle relevanten Informationen berücksichtigt? Ein Fehler ist dann passiert, wenn man den geschätzten Wert eines Unternehmens im Nachhinein nach unten korrigieren muss, obwohl man die nötigen Informationen schon eher hatte (oder hätte haben können).

Meine Investmentfehler

1. Scheinbar günstige Unternehmen, aber Gewinne nur aus Buchhaltungstricks

Dies ist ein Fehler, den ich heute so (hoffe ich doch!) nicht mehr machen würde, der mir früher aber sogar mehrmals passiert ist. Genaugenommen kann ich aus der Anfangszeit dieses Blogs drei Unternehmen benennen, bei denen ich diesen Fehler begangen habe: Paragon (hat sich seitdem trotzdem verdoppelt), Euromicron 1, Beitrag2 (ist abgestürzt und inzwischen Pleitekandidat) und Mox Telecom (ging direkt in die Insolvenz).

Hier habe ich durch die Aufarbeitung und kritische Kommentare im Blog viel gelernt, und konnte später ähnliche Muster (bei Vapiano oder Meine lehrreichsten Fehler beim Investieren weiterlesen

Fintech Group AG

Heute möchte ich die Fintech Group AG vorstellen – ein Unternehmen das ich lange vielleicht unterschätzt habe.Große Teile des Textes habe ich bereits im Herbst für einen Wettbewerb geschrieben, und auch Ende 2018 bereits die Aktien gekauft. Nach den offiziellen Geschäftszahlen vor wenigen Tagen habe ich das ganze nochmal überarbeitet und möchte euch meine Gedanken nicht vorenthalten. Insbesondere gibt es hier bei allem Positiven durchaus einige Negativpunkte, die man diskutieren kann, und ich bin gespannt auf eure Kommentare.

Bekannt ist dem deutschen Privatanleger vermutlich vor allem Flatex, der Onlinebroker der Fintech Group. Flatex ist mit einer Gebühr von 5,90 je Transaktion an deutschen Handelsplätzen einer der günstigsten deutschen Broker. Inzwischen hat die Fintech Group auch bekanntgegeben, dass der Name bald wieder in Flatex AG (zurück-) geändert werden soll.

Was genau ist an der Aktie der Fintech Group so interessant?

  • Hohe Skalierbarkeit – Gewinne sollten bei Wachstum weit überproportional steigen
  • Anhaltend starkes Kundenwachstum und geringe Abwanderung
  • Akzeptable Bewertung: Gewinn 2018 knapp 1,20€ je Aktie, Kurs aktuell gut 20 €
  • Expansion ins europäische Ausland steht an

Unternehmen und Geschäftsmodell

Die Fintech Group ist in der jetzigen Form Fintech Group AG weiterlesen

Tick Trading Software – zu günstig um wahr zu sein?

Investoren legen ja Wert auf unterschiedliche Dinge, wenn sie in Unternehmen investieren. Der eine will eine hohe Marge sehen, der nächste ein starkes Geschäftsmodell, der nächste hohe Dividenden, der nächste kontinuierliches Wachstum. Was wenn alles zusammenkommt – sollte man dann nicht kaufen?

Wie ihr wisst suche ich immer wieder nach interessanten Ideen für unterbewertete Aktien. Die meisten davon lege ich schnell zur Seite, weil sie mir entweder nicht günstig oder nicht qualitativ gut genug erscheinen. Bei einigen wenigen bin ich überzeugt zu investieren. Und in diesem Fall bin ich einfach hin- und hergerissen: Ist die Aktie ein Schnäppchen oder übersehe ich etwas?

Dieses Gefühl hatte ich in der Form übrigens zuletzt bei der Mevis Medical Solutions, die ich auch hier im Blog besprochen hatte und in die ich am Ende nicht investiert hatte. Wohlgemerkt, nachdem ich während ich den Artikel geschrieben habe dreimal meine Meinung geändert habe ob ich investieren sollte oder nicht. Im Nachhinein die falsche Entscheidung – der Kurs hat sich seither verdoppelt!

Und die Tick TS (Tick Trading Software) AG hat durchaus ein paar oberflächliche Parallelen zum damaligen Fall: Beides sehr kleine und dünn gehandelte Software-Unternehmen, beide mit guten Margen, Tick Trading Software – zu günstig um wahr zu sein? weiterlesen

Rückblick 2018, Verkauf DNOW

Das neue Jahr ist bereits 10 Tage alt, nun schaue auch ich zurück was das Jahr 2018 gebracht hat.

Kurz gesagt: es war ein insgesamt schlechtes Jahr für meine Börsenaktivitäten. Mein erster Post in 2018 war auch betitelt “Wo gibts hier noch Value” und nahm das Problem bereits vorweg – die Aktienmärkte starteten mit sehr hohen allgemeinen Bewertungen, die es fast unmöglich machten klassische Value-Schnäppchen zu finden. Die einzige halbwegs günstig aussehende Branche waren Automobile (und ihre Zulieferer), und wie sich inzwischen herausstellte zu recht. Im Laufe des Jahres hat so ziemlich jedes Unternehmen der Automobilbranche seine Prognosen senken müssen, viele der schon zu Jahresbeginn relativ günstig aussehenden Aktien haben noch einmal 50% verloren. Angesichts einer sich abkühlenden Konjunktur, Rückblick 2018, Verkauf DNOW weiterlesen