Anlageupdate IVU

Nach Sixt gibt es heute das nächtse Anlageupdate (Seit Weihnachten fast fertig, aber dann wieder zu wenig Zeit…): Die IVU Traffic Technologies AG, eine Berliner Firma die Software zur Planung und Betrieb von öffentlichen Verkehrsmitteln anbietet, zum Teil gleich zusammen mit Hardware zu Ticketverkauf und elektronischer Anzeige wan der Bus kommt. Diese Software wird für jeden Kunden einzeln angepasst und individuell abgestimmt, basiert aber auf einer Standardlösung um Zeit und Entwicklungskosten zu sparen. Details zum Geschäftsmodell finden sich in meinem ursprünglichen Artikel von 2014 und in meinem Bericht von der ersten Hauptversammlung meines Lebens – der bei der IVU.

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Anlageupdate: Sixt

Nachdem ich einige Zeit nichts mehr von mir habe hören lassen, will ich heute mit Sixt eine Reihe von kurzen Betrachtungen meiner aktuellen Depotpositionen starten.

Diese Serie von Updates soll eine Überprüfung sein, ob die von mir investierten Unternehmen sich so entwickeln wie angenommen. Zudem will ich mir neue Gedanken über den fairen Wert der Aktien machen und Aktien die diesen fairen Wert überschreiten auf die Verkaufsliste setzen.

(Zum Status des Blogs: der Blog ist nicht tot, ich hatte aber aufgrund meiner kürzlichen Hochzeit und der damit verbundenen Vorbereitung einfach keine Zeit und keine freien Investitionsmittel obendrein… Ich will ihn aber definitiv weiterführen, und ich möchte weiterhin an der Börse investieren und meine Entscheidungen hier dokumentieren und mit euch Lesern diskutieren!)

Ursprüngliche These Sixt

Zu Sixt habe ich bereits mehrfach geschrieben, zunächst eine komplette Analyse, später dann jeweils Artikel zum Börsengang von Sixt Leasing und von Europcar als direkten (und äußerst schwachen) Wettbewerber. Anlageupdate: Sixt weiterlesen

Ryanair, Easyjet und Co – Discounter der Luftfahrt

Ich gebe zu: bisher hielt ich Fluggesellschaften für äußerst schlechte Investments und habe mich nie darüber informiert. Die starke Abhängigkeit von Kerosinpreisen, dem Duopol von nur zwei Flugzeugherstellern, Abhängigkeit von Flughäfen (lokale Monopole), zyklische Nachfrage, eventuelle Unsicherheit durch Abstürze, politische Regulierungen und Sicherheitsbestimmungen, Subventionen für bestimmte Staatsairlines, starke Gewerkschaften (deren Streiks millionenschwere Kundenentschädigungen folgen) und der scharfe Preiswettbewerb haben dazu geführt, dass trotz Wachstums der gesamten Industrie oft mehr Geld verbrannt als erzeugt wurde. Keine gute Investitionsumgebung?

Ich habe meine Meinung zu diesem Thema ein wenig geändert, und möchte euch meine Gedanken dazu in diesem Artikel teilen und diskutieren.

Investmentthese kompakt:

Ryanair ist klarer Kostenführer in einem preissensitiven Markt und kann so erhebliche Sonderrenditen erwirtschaften. Der Markt hat zwar keine großen Eintrittsbarrieren und ist umkämpft, aber analog zu dem Konzept von Aldi kann auch die Luftfahrt mit niedrigen Kosten und abgespeckten Leistungen dominiert werden und schließlich Größenvorteile realisiert werden. Die Luftfahrtindustrie ist in einer großen Konsolidierung, die etliche Anbieter nicht überstehen werden. Die Gewinner werden davon überdurchschnittlich profitieren.

(Achtung: das ist keine Anlageempfehlung, sondern eine subjektive Meinung. Stellt vor jeder Entscheidung eigene Untersuchungen an!)

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Brexit – was heißt das für die Realwirtschaft?

Dass die Briten Ende letzter Woche in einem unverbindlichen Referendum für den Austritt aus der EU gestimmt haben ist aus politischer Sicht und mit Blick auf den europäischen Einigungsgedanken äußerst bedauerlich. Was das ganze für die Wirtschaft bedeutet ist erst einmal auch nicht klar, wenn die Börse aber wenigstens halbwegs als Indikator taugt dann nichts Gutes.

Ich verstehe mich als langfristiger Investor und habe die letzten Monate kaum etwas an meinem Aktienportfolio geändert – einerseits bin ich aus privaten Gründen nicht gründlich zum analysieren gekommen, andererseits sind die wirklich guten Gelegenheiten bei den allgemein recht hohen Aktienbewertungen nur schwer hier zu finden.

Umso mehr stellt sich die Frage: Was bedeutet der Brexit für die reale Wirtschaft? Wo ist es gerechtfertigt, dass die Kurse einbrechen, und wo kann man getrost die Chance zum Nachkaufen nutzen? Brexit – was heißt das für die Realwirtschaft? weiterlesen

Aareal vs Deutsche Pfandbriefbank – welche Aktie ist besser?

Hey ihr da draußen! Nach langer Pause melde ich mich zurück mit einem Vergleich zweier im gleichen Spezialgebiet beheimateter Banken: Sowohl Aareal als auch die DPB beiten vorwiegend Finanzierungen für gewerbliche Immobilien an. Beide finanzieren das zu größeren Teilen über Pfandbriefe. Beide haben sogar eine gewisse gemeinsame Vergangenheit über die DEPFA Bank, beide sind aktuell im MDAX vertreten, glänzen mit überdurchschnittlicher Dividendenrendite und notieren weit unter Buchwert. Und doch haben sie sich in den letzten Jahren höchst unterschiedlich entwickelt…

Für alle, die sich gefragt haben sollten ob der Blog eingeschlafen ist oder wie ich weitermache: Ja, mich gibt es tatsächlich noch, und der Blog hat nur eine kurze Ruhepause genossen 😉  Die wurde allerdings länger als geplant, da ich meine Masterarbeit beendet habe, eine Arbeit suchen musste und mich schließlich auch noch verlobt habe. Daher kann ich auch für die Zukunft keine hohe Frequenz von Artikeln hier versprechen, woh aber dass ich weiterhin vor Anlageentscheidungen die Unternehmen analysieren und hier vorstellen will!

Erster Vergleich beider Banken

Zunächst möchte ich mit einem kleinen Vergleich interessanter Kennzahlen starten, um einen Eindruck von der Bewertung beider Unternehmen zu geben:

Aareal Bank AG Deutsche Pfandbriefbank AG
Marktkapitalisierung (27.05.2016) 2 Mrd € 1,4 Mrd €
Eigenkapital 3,1 Mrd €
(davon ca 2,5 Mrd für die Stammaktionäre)
2,8 Mrd €
Bilanzsumme 51,8 Mrd 68,1 Mrd €
Gewinn der Stammaktionäre 2015/Q1 2016 339/51 Mio € 230/34 Mio €
Ergebnis  vor Steuern 2015 470 Mio €
(inkl. 150 Mio€ Zugangsgewinn)
195 Mio €
Mitarbeiter 2861 832
Eigenkapitalrendite 2015/Q1 2016 14,7% / 8,3% 6,2% / 5,1%
Cost-Income Ratio Q1/16 49,2% 50%

Es ist faszinierend:

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Gedanken und Statistik zum deutschen Bankensektor

Ich will ja, wie ich hier schon geschrieben habe, mehr über die Analyse von Banken verstehen und halte sie so lange erstmal für allgemein günstig bewertet. Zuletzt habe ich schon einen Artikel zum Vorgehen bei der Analyse von Bankaktien verfasst und dort einige Kennzahlen und Zusammenhänge vorgestellt.

Bei der weiteren Informationssuche ist mir aufgefallen, dass meine Meinung über die Bedeutung vieler Faktoren (zum Beispiel Art der Refinanzierung oder des Geschäftsmodells) leider doch oftmals nur auf meinen Gedanken und gelesenem beruhen statt auf Statistiken und damit harten Fakten. Folglich habe ich nach Statistiken gesucht. Da Banken so wichtig für die Wirtschaft und so stark reglementiert sind, gibt es über den Sektor als ganzes erstklassiges statistisches Material, wie von kaum einem anderen Wirtschaftszweig. Die deutsche Bundesbank stellt die zusammengefassten Bankbilanzstatistiken auf ihrer Seite der Öffentlichkeit zur Verfügung – was kann man dort herausfinden?

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Wie bewertet man Bankaktien?

Wie ich neulich hier geschrieben habe, möchte ich mehr über die Analyse und Bewertung von Bankaktien lernen. Banken sind wichtige und profitable Bestandteile der Wirtschaft, allerdings völlig anders zu bewerten als Dienstleistungs- oder Industrieunternehmen. Aktuell sind Banken in einer angespannten Lage: nachdem die gelockerte Regulierung die Finanzkrise begünstigte, wird sie nun wieder verschärft. Insbesondere müssen Banken nun mehr Eigenkapital vorhalten um einen Kredit zu geben. Dadurch werden sie weniger profitabel. Gleichzeitig sind ihre Aktien (gemessen am Buchwert) allgemein äußerst günstig und könnten großartige Anlagemöglichkeiten bieten.

Auch in anderen Blogs wurde schon über Bankenanalyse geschrieben. Ich verweise zum Beispiel auf Motley Fool, Oddballstocks oder ValueAndOpportunity, die sich mit dem Thema auseinandergesetzt haben. Interessant sind auch die sehr guten Wikipedia-Artikel zu Bankbilanzen.

Das Geschäft von Banken

Banken haben sich ursprünglich aus den mittelalterlichen Geldwechslern in Italien entwickelt. Diese Wechsler (deren Stände zu Beginn einfach eine Bank auf der Straße waren, daher der Name) eröffneten um Teil Filialen in verschiedenen Städten (Florenz, Rom, Venedig…) und boten den Kaufleuten irgendwann an ihr Geld zu verwahren und in einer beliebigen Filiale abheben zu können. Wie bewertet man Bankaktien? weiterlesen

Überprüfung der Bankenwette

Es ist nun etwa ein Jahr her, dass ich den Artikel „Meine Bankenwette“ hier geschrieben habe. Witzigerweise hat Daniel im BargainMagazine  etwa gleichzeitig zu seiner „Ölwette“ geschrieben – und beide sind bisher überhaupt nicht aufgegangen. Nachdem ich bei Ölwerten so etwas bereits vermutet hatte (es ist klar, dass die Kapazitätsanpassung etwas Zeit braucht, und die Kurse der Ölaktien schienen mir noch genügend Spielraum nach unten zu haben), hätte ich bei Banken eine schnellere Erholung erwartet.

Ähnlich wie Daniel in „Rechecking the oil bet“ möchte ich heute analysieren wie die Bankenbranche dasteht, wo Probleme lauern könnten, welche Fehler ich gemacht habe und ob ich meine Einschätzung ändern muss. Zumal ich eine Statistik gefunden habe, die eine Grundannahme meiner These ins Wanken bringt und zugleich Banken seit Dezember noch einmal wesentlich billiger geworden sind.

Entwicklung des STXE_TM Banken
Entwicklung des STXE_TM Banken zeigt schlechte Performance des Sektors

Richtig krass sieht es bei japanischen Banken aus: diese meist überkapitalisierten Institute haben einen starken Einbruch ihrer Aktienkurse erleben müssen, als negative Zinsen für Japan diskutiert wurden. Dabei wäre es nicht unwahrscheinlich, dass gerade ein negativer Zins die Banken dort dazu bringen würde, die Liquiditätsüberschüsse besser anzulegen oder aber als Dividende auszuschütten. Etliche Banken dort sind inzwischen wirklich spottbillig.

Ursprüngliche These

Meine vor einem Jahr aufgestellte These war folgende: Nach der Finanzkrise mit ihren Systembedrohenden Zusammenbrüchen hat es eine gewisse Marktbereinigung gegeben, Banken haben Risiken gesenk und Kapital erhöht, aber werden trotz allem noch weit billiger als vor der Krise gehandelt. Schuld sei das schlechte Sentiment aufgrund der schlechten Erfahrungen. Dazu kamen erhöhte Kapitalanforderungen durch die Regulierer und ein stark gesunkener Zins vor allem auch auf langfristiger Basis, der die Zinsmarge Überprüfung der Bankenwette weiterlesen

Auswahlkriterien – Warum man beim Investieren oft genug „Nein“ sagen sollte

Als Investor – egal wie viel Zeit man investiert – bekommt man immer wieder neue Investmentideen. Immer wieder kommt es einem vor, als ob da gerade die nächste ganz große Gelegenheit direkt vor uns liegt und wir nur zugreifen müssen. Ölpreise fallen? Jetzt muss man doch mit Öl gute Gewinne machen können! Die EU führt Stahlzölle ein um die Schwerindustrie zu schützen? Warum nicht in Stahlaktien investeren! Die Währungen von Rohstoffexporteuren stehen unter Druck? Google hat mal wieder irgendeine tolle Idee? Deutschland braucht mehr Wohnungen? Oder da gibt es diesen kleinen Nebenwert für … zum KGV von 9?

Die Gelegenheiten Ideen zu entwickeln sind riesig, und wenn man einfach einen Aktienscreen macht findet man schnell (auf den ersten Blick) günstige Unternehmen.

Ein typische Fehler, den ich früher manchmal gemacht habe war folgendes Vorgehen: Auswahlkriterien – Warum man beim Investieren oft genug „Nein“ sagen sollte weiterlesen

Kapitalrenditen oder Die Höchstgeschwindigkeit des Wachstums

Die (langfristige) Eigenkapitalrendite ist meiner Meinung nach eine der wichtigsten Kennzahlen in der Aktenbewertung überhaupt. Ich bin sogar der Überzeugung, dass sich jeder der auf langfristiger Basis erfolgreich in Aktien investieren will mit dieser Kennziffer auseinandersetzen muss bis er sie verstanden hat!

In einigen Artikeln konnte man sicher schon erkennen wie wichtig sie mir ist, aber ich möchte meine Gedanken auch explizit noch einmal niederschreiben und zur Diskussion stellen. Der Grundgedanke ist folgender: Welche Rendite kann man überhaupt erwarten, wenn man ein Unternehmen langfristig halten will? Ich bin der Überzeugung, dass das in den allermeisten Fällen – nämlich in allen kapitalintensiven Unternehmen – entscheidend mit der langfristigen Kapitalrenditen oder Die Höchstgeschwindigkeit des Wachstums weiterlesen